1.000 Seiten Papier
Die Umfrage über Einstellungen zu Ehe und Familie war vom Vatikan initiiert worden, um Erkenntnisse für die Weltbischofssynode zum Thema Familie im Oktober 2014 zu gewinnen. Der Fragebogen wurde an die Bischofskonferenzen weltweit gesandt; viele leiteten die Fragen an die Gläubigen weiter. Eine Zusammenfassung der Rückmeldungen soll von den einzelnen Bischofskonferenzen bis Ende Januar nach Rom geschickt werden.
Am Donnerstag gab das Bistum Trier die Ergebnisse der eingegangenen Fragebögen bekannt. Feststellbar ist demnach eine Diskrepanz zwischen der Lehre der Kirche zu Formen des Zusammenlebens und der Lebenswirklichkeit von Paaren. So empfingen wiederverheiratete Geschiedene trotz offiziellen Verbots die Sakramente. Die in Trier gewonnenen Erkenntnisse spiegeln damit im Wesentlichen den Trend aus den bisher veröffentlichten Einzelauswertungen wider. Bereits vor Weihnachten hatten mehrere Bistümer erste Ergebnisse vorgelegt.
23.000 Umfrage-Teilnehmer in der Schweiz
Unterdessen teilte die Schweizer Bischofskonferenz mit, dass in der Schweiz rund 23.000 Personen an der Vatikan-Umfrage teilgenommen haben. Die Resonanz habe die Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der Bischofskonferenz und des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts von Donnerstag.
Demnach beteiligten sich knapp 17.400 Personen an der Online-Umfrage, rund 6.000 schickten ihre Fragebögen per Post ein. Das Pastoralsoziologische Institut, das zusammen mit der Bischofskonferenz für die Umsetzung der Umfrage in der Schweiz verantwortlich ist, war ursprünglich von rund 5.000 ausgefüllten Fragebogen ausgegangen.
Jetzt sind wir gefragt: Viele deutsche Bistümer geben den vatikanischen Fragebogen an Gläubige weiter.