1.300 TV-Spots
"Viele Mitarbeiter wollen sich einbringen und auf diesem Weg selbst zu den Kunden sagen: Wir sind für Sie da - und wir sind gerne für Sie da", wird Betriebsratsvorsitzender Peter Fitz zitiert.
1.300 Spots auf 22 Sendern
Die Kampagne mit über 1.300 Spots läuft bis zum 9. Februar auf 22 Sendern, darunter große private TV-Anstalten sowie frequenzstarke Klein- und Spartensender, wie es weiter heißt. Die beteiligten Agenturen hätten aufgrund "der jahrelangen guten Zusammenarbeit ihr Engagement für den Spot teils unentgeltlich, teils auf Selbstkostenbasis" erbracht.
Unterdessen rief der Deutsche Kulturrat die katholische Kirche zur Rettung von Weltbild auf. Mit dem Verlaugshaus nehme die Kirche auch ihre Rolle als kulturpolitischer Akteur wahr und trage Verantwortung für die Geschäftspolitik und die Beschäftigten, sagte Geschäftsführer Olaf Zimmermann im Interview der in Bonn erscheinenden "Zeit"-Beilage "Christ und Welt" . "Da kann sie nicht einfach kneifen".
Bischöfe geben 65 Millionen Euro
Am Dienstag hatten die katholischen Bischöfe ihren Willen erklärt, dem in die Insolvenz geratenen Augsburger Verlagshaus zu helfen und bis zu 65 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Dies beziehe sich unter anderem auf die Fortführung des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft und ihrer Töchter sowie gegebenenfalls einer Transfergesellschaft, heißt es.
Von den 65 Millionen Euro tragen das Erzbistum München und Freising sowie das Bistum Augsburg eine Summe von 35 Millionen Euro . Die restliche Summe werde von den übrigen Gesellschaftern aufgebracht, sagte der Pressesprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp. Es gebe unter den Bischöfen keinen Dissens darüber.
Weltbild Schweiz sucht nach neuem Partner
"Ich kann nicht beurteilen, ob das marktwirtschaftlich richtig ist. Aber kulturpolitisch ist es auf jeden Fall sinnvoll", erklärte Zimmermann. Nach dem massiven Rückgang kleiner Buchhandlungen in den vergangenen Jahren, zu dem der Ausbau der Weltbild-Filialketten beigetragen habe, wäre es nach Zimmermanns Ansicht "fahrlässig, auch deren Filialen noch zu schließen".
Weltbild Schweiz ist indes laut einem Bericht der katholische Presseagentur Kipa auf der Suche nach einem neuen Partner. Die Schweizer Verlagsgruppe sei gesund, hieß es demnach bei der Geschäftsstelle in Olten. Die 250 Arbeitsplätze seien von dem Verfahren in Deutschland nicht betroffen. Die deutsche Verlagsgruppe Weltbild ist seit 1984 in der Schweiz tätig und verfügt dort über 33 Filialen. Innerhalb der Verlagsgruppe war Weltbild Schweiz stets eine erfolgreiche Einheit, zitiert eine Medienmitteilung von Januar die Geschäftsführerin Rita Graf. Man blicke auf "ein sehr erfolgreiches Weihnachtsgeschäft" im Jahr 2013 zurück. (KNA)