31 Schläge öffnen den Schrein
Mitglieder des Domkapitels zeigen danach die in Seidentücher gehüllten kostbaren Stoffe der Menge, während Bläsermusik und das Wallfahrtslied erklingt. Die Aachener Heiligtumsfahrt 2014 ist eröffnet.
An der sogenannten Erhebungsfeier am Freitagabend nehmen im Dom und vor Leinwänden im benachbarten Katschhof rund 3.000 Menschen teil, darunter mehrere Kardinäle und Bischöfe. Ortsbischof Heinrich Mussinghoff unterstreicht in seiner Predigt die Bedeutung der Tuchreliquien: nach der Überlieferung das Kleid Mariens aus der Heiligen Nacht, Windeln Jesu, das bei der Kreuzigung getragene Lendentuch sowie das Enthauptungstuch Johannes des Täufers.
Ein Glaubensstoff für alle Sinne
Der Bischof nennt sie "Erinnerungsstücke". Weit wichtiger als die Echtheitsfrage sei die geistliche Erfahrung, die von den Tüchern ausgehen soll. Der "Glaubensstoff" weise auf die Botschaft Christi hin und ermögliche, "mit all unseren Sinnen und Emotionen auf Tuchfühlung mit Jesus, Maria und Johannes" zu gehen.