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In Aachen hat am Freitagabend die Heiligtumsfahrt 2014 begonnen

31 Schläge öffnen den Schrein

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Eröffnung der Heiligtumsfahrt 2014 im Aachener Dom.
Aachen - Der Aachener Dom ist proppenvoll. Im entscheidenden Moment erfüllt Stille das Gotteshaus. Goldschmied Stefan Bücken schreitet zur Tat. 31 Schläge benötigt er, um das Schloss des Marienschreins entfernen zu können. Aus der Öffnung des goldverzierten Gefäßes werden unter den wachsamen Augen von Dompropst Helmut Poque und Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) nach und nach die jahrhundertealten Tuchreliquien hervorgeholt.

Mitglieder des Domkapitels zeigen danach die in Seidentücher gehüllten kostbaren Stoffe der Menge, während Bläsermusik und das Wallfahrtslied erklingt. Die Aachener Heiligtumsfahrt 2014 ist eröffnet.

An der sogenannten Erhebungsfeier am Freitagabend nehmen im Dom und vor Leinwänden im benachbarten Katschhof rund 3.000 Menschen teil, darunter mehrere Kardinäle und Bischöfe. Ortsbischof Heinrich Mussinghoff unterstreicht in seiner Predigt die Bedeutung der Tuchreliquien: nach der Überlieferung das Kleid Mariens aus der Heiligen Nacht, Windeln Jesu, das bei der Kreuzigung getragene Lendentuch sowie das Enthauptungstuch Johannes des Täufers.

Ein Glaubensstoff für alle Sinne

Der Bischof nennt sie "Erinnerungsstücke". Weit wichtiger als die Echtheitsfrage sei die geistliche Erfahrung, die von den Tüchern ausgehen soll. Der "Glaubensstoff" weise auf die Botschaft Christi hin und ermögliche, "mit all unseren Sinnen und Emotionen auf Tuchfühlung mit Jesus, Maria und Johannes" zu gehen.

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