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Entscheidung der Kleruskongregation steht noch aus

Ausgesetzte Pfarreienreform: Ackermann rechnet mit Gesprächen in Rom

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Trier - Wie geht es weiter mit der ausgesetzten Pfarreienreform im Bistum Trier? Bischof Stephan Ackermann rechnet in absehbarer Zeit mit Gesprächen. Außerdem verrät er, wie die Kirche in Deutschland trotz Corona an den wichtigen Themen dranbleibt.

Bischof Stephan Ackermann rechnet in absehbarer Zeit mit einer Entscheidung des Vatikan zur vorerst gestoppten Umsetzung der Beschlüsse der Trierer Diözesansynode. "Ich gehe davon aus, dass die Prüfung weiterläuft und dass es dann – sobald die Situation es zulässt – zu Gesprächen in Rom kommt", sagte Ackermann am Mittwoch im Gespräch mit Vatican News. Der Präfekt der Kleruskongregation, Kardinal Beniamino Stella, habe ihn Ende Januar darüber informiert, dass die Prüfung bis etwa Ende April dauern werde. "Insofern habe ich bisher auch keine Antwort erwartet", so Ackermann.

Nach Beschwerden einer Priestergruppe und mehrerer Katholiken aus dem Bistum Trier hatte die vatikanische Kleruskongregation im November 2019 die Umsetzung der Synodenbeschlüsse ausgesetzt, um die Kritik zu prüfen. Strittig ist vor allem die geplante Zusammenlegung von Pfarreien. Ackermann wurde daraufhin aufgefordert, sich gegenüber der Kleruskongregation und dem Päpstlichen Rat für die Interpretation der Gesetzestexte zu den Beschwerden zu äußern. Ende Januar schickte er seine Stellungnahme an den Vatikan, in der er die Pfarreienreform verteidigte.

Auch andere Schwerpunkte als Pfarreienreform

"Die Reform der Pfarreienlandschaft ist ja nur ein Teil dessen, was die Synode beschlossen hat", betonte Ackermann in dem Gespräch. Es gebe genug, was bereits umgesetzt werden könne. "Es gibt ja andere Schwerpunkte, etwa das Anliegen, eine stärker diakonische Kirche zu sein, eine Kirche, die den Menschen zugewandt ist – noch mehr als bisher." Diese Anliegen verfolge das Bistum Trier weiterhin.

Mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie in seinem Bistum sagte Ackermann, dass die Einschränkungen im Hinblick auf die Kar- und Ostergottesdienste "schmerzlich" seien. Doch trotz der schwierigen Situation ließen sich die Christen die Osterhoffnung nicht nehmen. "Die Osterbotschaft hält dem ganzen Ernst des Lebens stand", so Ackermann. Sie sei nicht nur ein "Frühlingsmärchen, sondern sie sieht auf die dunklen Seiten des Lebens". Das sei der Kern der Botschaft.

Außerdem versicherte Ackermann, dass trotz Corona-Krise die Arbeit an den wichtigen Themen in der Kirche Deutschlands fortgeführt werde. Der Synodale Weg etwa werde weitergehen, "auch wenn die Arbeitsformen der Foren jetzt nicht so stattfinden können, wie geplant". In Sachen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals sagte der Trierer Bischof, der gleichzeitig Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz in dieser Angelegenheit ist, dass sich durch die Corona-Krise manches verzögere. So habe man Termine für die Einrichtung eines Betroffenenrats bis auf Weiteres verschieben müssen. "Aber bei den anderen Themen arbeiten wir auch mit den Experten weiter: Heimarbeit ist ja möglich, wir treiben das weiter voran." (mal)

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