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Rekordschau zur Bibel in Augsburg eröffnet im April

Ausstellung zeigt Qumran-Fragmente und Elvis-Bibel

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Die Qumran-Schriftrollen.
Augsburg - Mit einer Rekordschau begeht die evangelische Kirche in Augsburg das Reformationsgedenken. Ab April sind dort die kleinste, die größte und die längste Bibel zu sehen. Und das ist längst nicht alles.

Heilige Schrift in Superlativen: Eine Ausstellung in Augsburg zeigt vom 7. April bis 13. Mai unter anderem die größte, die kleinste und die längste Bibel der Welt. In der interaktiven Erlebniswelt "Unser Buch" sind darüber hinaus zahlreiche kostbare historische Kunstwerke und Dokumente zu sehen, wie das örtliche evangelische Dekanat am Sonntag in Augsburg ankündigte. Anlass ist das Gedenken an den Beginn der Reformation vor genau 500 Jahren.

Die größte Bibel ist den Angaben zufolge 2,44 Meter breit, 1,1 Meter hoch und wiegt eine halbe Tonne. Die Waynai Bible wurde 1928 bis 1930 in Kalifornien von Hand gedruckt. Die kleinste vollständig blätterbare Heilige Schrift wiederum, die 1930 entstandene King-James-Bibel, passt in eine Streichholzschachtel. Die weltweit längste Ausgabe von Altem und Neuem Testament ist die Wiedmann-Bibel: Sie besteht nach Angaben der Veranstalter aus genau 3.333 gemalten Bildern, die in einem 1,1 Kilometer langen Leporello aneinandergefügt sind. Das Werk wird in digitaler Form gezeigt.

Qumran-Fragmente und Elvis' Privatbibel

Orte der Schau sind das Augsburger Rathaus, die katholische Moritzkirche und die evangelische Annakirche. Präsentiert werden unter anderem Keilschrifttafeln, Qumran-Fragmente, Torarollen, frühe Bibelhandschriften und mittelalterliche Bibelübersetzungen. Die Besucher erwartet zudem eine Mikrofiche-Ausgabe der Heiligen Schrift, die 1971 mit Apollo 14 auf dem Mond war, sowie die persönliche Bibel von Rock'n'Roll-Legende Elvis Presley (1935-1977) samt Unterstreichungen und Randnotizen.

Die Bibel habe wie kein anderes Buch die europäische Kultur beeinflusst - von der Musik über Malerei und Bildhauerei bis hin zu Sprache und Weltanschauung, heißt es im Ausstellungskatalog. Seit den Anfängen der Heiligen Schrift vor mehr als 3.000 Jahren seien Menschen im Wort der Bibel dem lebendigen Gott begegnet und schöpften daraus bis heute Wegweisung, Trost, Zuversicht und Lebensmut. (KNA)

Linktipp: Papst: Mehr in die Bibel statt aufs Handy schauen

Wenn man sein Smartphone zu Hause vergessen hat, geht man eben noch einmal zurück. Für ihre Bibel würden das wohl nur wenige tun, weiß auch Papst Franziskus. Er hat daher einen Wunsch für die Fastenzeit.

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