Auszeit im Kloster Metten
Ob der vom Papst bis auf weiteres beurlaubte Bischof seine gesamte Auszeit über in Metten bleiben werde, sei noch offen, sagte der Abt. Zugleich bat er um Verständnis, dass keine weiteren Erklärungen abgegeben würden. An die Öffentlichkeit richtete Hagl die Bitte, "das Kloster als besonderen Ort der Stille zu respektieren".
Tebartz-van Elst nehme am Gebets- und Gemeinschaftsleben der Abtei teil, so der Abt. Seit seiner Lehrtätigkeit an der Universität Passau und auch während seines Dienstes als Weihbischof in Münster und dann als Bischof von Limburg habe er immer wieder geistliche Zeiten in Kloster Metten verbracht.
Die Mitte des achten Jahrhunderts gegründete Abtei Metten ist eines der bayerischen Urklöster und liegt in der Diözese Regensburg. Im 10. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Abtei jeweils säkularisiert, aber dann erneut von Mönchen besiedelt und wiederaufgebaut. Seit 1858 gehört es zur Bayerischen Benediktinerkongregation.
Aufenthalt wird kein Entspannungsurlaub
Ein Entspannungsurlaub wird der Aufenthalt des Limburger Bischofs in diesem Kloster nicht werden. Das Leben der Benediktinermönche unterliegt einem strengen Rhythmus, der von Gebet und Arbeit vorgegeben ist ("Ora et labora"). Um 4.30 Uhr stehen die Ordensbrüder auf. Nach Vigil, Laudes und gemeinsamer Eucharistie beginnen sie um 7 Uhr mit ihrer Arbeit.
Tebartz-van Elst steht wegen des Neubaus des Diözesanen Zentrums auf dem Limburger Domberg und seiner Amtsführung in der Kritik. Papst Franziskus hatte am 23. Oktober angeordnet, dass der Bischof bis zur Klärung der Vorwürfe eine Auszeit außerhalb seiner Diözese verbringen soll.
Seit Montag wird das Bistum übergangsweise von Generalvikar Wolfgang Rösch geleitet. Mit dem umstrittenen Bauprojekt befasst sich seit einigen Tagen eine von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzte Prüfungskommission. Ein Ergebnis wird nicht vor Januar kommenden Jahres erwartet. (bod/KNA)