Baustelle für mehrere Jahre: Limburger Dom wird saniert
Der Limburger Dom wird zur Baustelle: Wie das Bistum am Montag mitteilte, sollen bis 2030 unter anderem die Fassaden instandgesetzt, die Schieferdächer erneuert und die historischen Dachtragwerke saniert werden. "Insgesamt geht es um mehr als 6.900 Quadratmeter Fassaden- und 3.400 Quadratmeter Dachfläche", heißt es in der Mitteilung des Bistums. Schon am Dienstag sei mit den Gerüstarbeiten am Westwerk rund um das Hauptportal des Doms begonnen worden.
"Es ist ein gutes und wichtiges Zeichen, dass die Restaurierung unseres Limburger Doms nun sichtbar beginnt. Dafür sind Diözese und Domkapitel dem Land Hessen und allen Beteiligten sehr dankbar", sagte Domdekan und Generalvikar Wolfgang Pax laut Mitteilung bei einer Informationsveranstaltung. Nach einer langen Zeit des Wartens und der Vorbereitung sei die Freude groß, dass die eigentlichen Sanierungsarbeiten nun starteten.
"Dieser Dom wird kein Museum"
"Diesen einzigartigen Dom für kommende Generationen zu bewahren, ist eine große gemeinsame Verantwortung", sagte Pax. Die Bischofskirche solle aber weiterhin ein "lebendiger geistlicher Ort" bleiben: "Dieser Dom wird kein Museum." Eine jahrelange Schließung sei nicht vorgesehen.
Die Kosten für die Sanierung trägt laut Bistum das Land Hessen. Grundlage dafür sei ein Vertrag des Landes mit den hessischen Bistümern aus dem Jahr 1963. Darin sei festgelegt, dass die Baulast für den Limburger Dom beim Land verbleibe. "Wir stellen die notwendigen Mittel bereit, um die Bausubstanz des Limburger Domes langfristig zu erhalten und für die Zukunft zu sichern", betonte Tobias Petry, Zentralabteilungleiter des Hessischen Kultusministeriums. Mit der Sanierung investiere das Land nicht nur in den Erhalt eines Kulturdenkmals von höchstem Rang, sondern auch in die Bewahrung eines geistlichen und kulturellen Erbes für die kommenden Generationen. (cbr)