Bayern-Trainer Kovac: Glaube half mir in der letzten Saison
Niko Kovac (46) versucht auch als Profitrainer christliche Werte zu leben. "Mal gelingt es, mal weniger. Andere gehen zum Psychologen oder zum Mentaltrainer, ich finde meine Ruhe im Glauben", sagte der Coach des FC Bayern München der "Welt am Sonntag". Als Trainer eines so großen Klubs sei er "ständig unter dem Vergrößerungsglas" und habe kaum ein Privatleben. "Da braucht man den inneren Frieden. Ansonsten kann man das nicht schaffen. Ich spüre, wie der Glaube mir hilft", betonte der Ex-Profi mit kroatischen Wurzeln. Gerade in der vergangenen Saison, wo der Bayern zwar Meister wurde, aber zu Beginn schwächelte, sei der Glaube sehr wichtig für ihn gewesen.
Der Fußballlehrer hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach zu seinem Glauben bekannt. So betet er laut eigenen Angaben "tagtäglich". Zudem finde er meistens einen Weg, trotz Vereinsverpflichtungen den Sonntagsgottesdienst zu besuchen. In der Regel schaffe er es etwa an 40 Sonntagen jährlich in die Kirche, so Kovac.
Thema Umwelt: "Wir müssen aktiv werden"
Kovac äußerte auch seine Bewunderung für Klimaaktivistin Greta Thunberg (16). "Unsere Erde wird eines Tages unseren Kindern gehören. Wir müssen aktiv werden. Es betrifft uns alle. Jeder muss etwas beitragen, damit es unserem Planeten künftig besser geht. Es fängt mit Kleinigkeiten an", so der 46-Jährige. So konsumiere seine Familie zum Beispiel vor allem regionale und saisonale Lebensmittel. "Wir lassen oft das Auto stehen, gehen viel zu Fuß oder fahren mit dem Rad", sagte der Trainer. Auch auf Plastikflaschen verzichte er, nutzt LED-Lampen und geht mit Jutebeuteln einkaufen. "Das alles schränkt niemanden ein – und hilft trotzdem", betonte Kovac.
Niko Kovac arbeitet seit Sommer 2018 als Trainer beim FC Bayern München. Zuvor hatte er unter anderem Eintracht Frankfurt und die kroatische Nationalmannschaft gecoacht. (mal/KNA)