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Paderborner Erzbischof über ermutigende Glaubenserfahrungen

Becker: Lage der Kirche nicht zu pessimistisch sehen

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Essen/Paderborn - Dass Christen "oft recht pessimistisch" auf die Situation von Glaube und Kirche schauen, sieht Erzbischof Hans-Josef Becker kritisch. Er sagt, wie sie zu einer positiveren Sichtweise gelangen können.

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker hat zu einer positiveren Sicht auf die Situation der Kirche aufgerufen. Einschätzungen der Christen hierzulande klängen "oft recht pessimistisch", sagte Becker am Sonntag in Essen. "Da gerät schnell manch unbestritten Positives, Lebendiges und Ermutigendes in unserer Kirche aus dem Blick." Er äußerte sich in einem Festgottesdienst beim Ludgerusfest in Essen-Werden.

Wie geht es mit dem christlichen Glauben weiter?

Der Erzbischof forderte dazu auf, auch ernüchternde und bedrückende Erfahrungen ernstzunehmen - "aber bitte nicht dabei stehen zu bleiben". Angesichts rückläufiger Teilnahme an Gottesdiensten, der Altersstruktur kirchlicher Gruppierungen und des Priestermangels fragten sich viele Menschen, wie es mit dem christlichen Glauben überhaupt weitergehen werde, so Becker.

Er fügte hinzu, Kraft könnten Christen etwa aus gemeinsamen Glaubenserfahrungen wie dem Ludgerusfest ziehen. Seit 1128 werden die Reliquien des heiligen Ludgerus einmal im Jahr in einer Prozession durch die Straßen getragen. "Das drückt Ihre und unser aller Hoffnung aus: Gott verlässt uns nicht", betonte der Erzbischof. (KNA)

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