Berliner Erzbischof wird offenbar am Montag ernannt
Ebenfalls für Montagmittag lud die Pressestelle des Erzbistums zu einem Pressegespräch mit Diözesanadministrator Prälat Tobias Przytarski ein. Seit vergangenem Dienstag wird der Dresdner Bischof Heiner Koch (60) in Medienberichten als designierter Nachfolger von Kardinal Rainer Maria Woelki genannt. Das Erzbistum bestätigte die Berichte, wonach das Berliner Domkapitel mehrheitlich für Koch votiert haben soll, bislang nicht und verwies darauf, dass in der katholischen Kirche allein der Papst Bischöfe ernennt.
Länder äußerten wohl keine Bedenken
Bischofsernennungen werden üblicherweise zeitgleich im Vatikan und der jeweiligen Bischofsstadt verkündet. Die Bekanntgabe des Termins am Montag gilt als Indiz dafür, dass die Länder Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zuvor keine "Bedenken politischer Art" gegen den Kandidaten erhoben haben. Dies wäre ihnen nach dem weiter geltenden Preußenkonkordat möglich. Das Land Brandenburg verzichtete auf eine solche Stellungnahme.
Das Erzbistum Berlin ist seit rund acht Monaten ohne Erzbischof. Im vergangenen September hatte Kardinal Rainer Maria Woelki das Hauptstadtbistum nach drei Jahren an der Spitze verlassen und die Leitung des Erzbistums Köln übernommen. Der frühere Kölner Weihbischof Heiner Koch wurde vor zwei Jahren Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Er galt bereits im Jahr 2011 als ein Kandidat auf den Berliner Erzbischofsstuhl. (KNA)
Der Dresdner Bischof Heiner Koch soll neuer Berliner Erzbischof werden. Das Berliner Domkapitel habe mit der erforderlichen Mehrheit für Koch als neuen Erzbischof von Berlin gestimmt, erfuhr die Katholische Nachrichten-Agentur aus gut unterrichteten Kreisen.