Betrüger und Faschingsfreunde: Falsche Sternsinger sind unterwegs
In Bayern sind zum Dreikönigsfest falsche Sternsinger unterwegs gewesen – manche als Betrüger, manche zum Spaß. In Oberstdorf im Allgäu erwischte die Polizei nach eigenen Angaben vom Wochenende fünf Personen, die sich als Sternsinger ausgaben und von Haus zu Haus zogen, um angeblich Spenden für eine Kirchengemeinde zu sammeln. Als die Beamten sie nach einem Zeugenhinweis aus dem Verkehr zogen, hatten sie schon 2.034 Euro eingenommen, wie es hieß.
Auch im schwäbischen Burgau gab es Alarm – aber zu Unrecht. Eine Frau rief dort die Polizei, nachdem sie als Sternsinger verkleidete Männer beobachtet hatte. Eine Streife überprüfte die Gruppe dann. Ergebnis: "Bei den Personen handelte es sich weder um Betrüger noch um echte Sternsinger, sondern um Mitglieder eines örtlichen Faschingsvereins, die mit passender Verkleidung und in Begleitung einer extra dafür gebastelten Kamel-Attrappe von Haus zu Haus der Vereinskameraden gingen, um dort nach einer Spende in Form eines alkoholischen Getränks zu bitten. Aufgrund der heiteren Stimmung der Gruppe schien die 'Spendenaktion' bislang sehr erfolgreich verlaufen zu sein."
Rund um den Dreikönigstag am 6. Januar ziehen in ganz Deutschland Sternsinger von Haus zu Haus, schreiben ihren Segen an Türen und sammeln Spenden für Kinder. Laut Kindermissionswerk ist das Sternsingen die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Seit 1959 wurden rund 1,27 Milliarden Euro für mehr als 77.400 Projekte zu Bildung und Gesundheit gesammelt. Zuletzt kamen 2022 rund 38,6 Millionen Euro zusammen. (cph/KNA)