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Gespräche über Christen im Nahen Osten und Flüchtlinge

Bischöfe treffen Oberhäupter orientalischer Kirchen

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Berlin - Mitglieder der Bischofskonferenz haben sich mit führenden Vertretern der orientalisch-orthodoxen Kirchen getroffen. Dabei ging es auch um die Situation der Christen im Nahen Osten.

Auf Einladung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sind am Donnerstag in Berlin Mitglieder der Bischofskonferenz mit führenden Vertretern der orientalisch-orthodoxen Kirchen zusammengetroffen. Wie die Bischofskonferenz mitteilte, nahmen an dem Treffen neben Marx der Berliner Erzbischof Heiner Koch, Magdeburgs Bischof Gerhard Feige sowie Weihbischof Udo Bentz aus Mainz teil. Ihre Gesprächspartner waren die Oberhäupter der koptisch-orthodoxen, der syrisch-orthodoxen, der armenisch-apostolischen und der malankarischen orthodoxen syrischen Kirche.

Die Begegnung in Berlin sei ein schönes Zeichen der über viele Jahrzehnte gewachsenen Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen, sagte Marx. Der Kardinal sprach auch die teils bedrückende Situation für die Christen in den Heimatregionen der Patriarchen an. "Gewaltsame Übergriffe und kriegerische Auseinandersetzungen zwingen viele Menschen zur Flucht. Seien Sie gewiss, dass die Deutsche Bischofskonferenz Ihnen und Ihren Kirchen in dieser schwierigen Situation solidarisch verbunden ist", so der Münchner Erzbischof. Es dürfe nicht sein, dass Christen in Ländern, in denen sie von alters her zu Hause seien, ihr Heimatrecht verlören und christliches Kulturgut von unschätzbarem Wert unwiederbringlich zerstört werde.

Marx würdigt theologischen Dialog

Mit Blick auf Deutschland sprach Marx über die Flüchtlinge, die in den vergangenen Jahren aus den Krisengebieten des Nahen Ostens in die Bundesrepublik gekommen seien. "Ihnen allen gegenüber sehen wir uns als Kirchen in Deutschland in der Verantwortung. Dies gilt in besonderer Weise für unsere christlichen Schwestern und Brüder. Mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit schaue ich auf die enormen Anstrengungen Ihrer Kirchen, in Deutschland den Flüchtlingen beizustehen und sie bei der Integration in eine für sie bislang fremde Welt zu unterstützen", betonte der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Darüber hinaus würdigte der Kardinal den seit 2004 geführten theologischen Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen. Dabei betonte er an die Bedeutung der Taufe als Schlüssel zu allen Sakramenten. "Möge der theologische Dialog zwischen unseren Kirchen weitere Perspektiven für die Wiederaufnahme der vollen Communio eröffnen, damit die geistliche Verbundenheit in Christus, die die Taufe stiftet, immer mehr auch in der Gemeinschaft zwischen unseren Kirchen sichtbar wird", sagte der Erzbischof. (stz)

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Von den orientalisch-orthodoxen Kirchen nahmen folgende Vertreter an dem Treffen teil:

  • Seine Heiligkeit Papst Tawadros, Papst von Alexandrien und Patriarch des Stuhles des Heiligen Markus (Kairo/Ägypten)
  • Seine Heiligkeit Mor Ignatius Ephräm II. Karim, Patriarch der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien und dem ganzen Orient (Damaskus/Syrien)
  • Seine Heiligkeit Karekin II., Oberster Patriarch und Katholikos aller Armenier (Etchmiadzin/Armenien)
  • Seine Heiligkeit Baselios Marthoma Paulose II., Katholikos und Metropolit der malankarischen orthodoxen syrischen Kirche (Kottayam/Indien)
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