Bischof Fürst weiht in Stuttgart eine neue Kirche
In Stuttgarter Norden hat die Gemeinde St. Johannes Maria Vianney seit Sonntag wieder ein Kirchengebäude. Der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst weihte den Neubau in Stuttgart-Mönchfeld in einer feierlichen Messe. "Dies ist ein Tag der Freude", betonte Fürst in seiner Predigt. Eine Kirche sei mehr als ein Haus aus Stein, sondern "immer Gemeinschaft mit Jesus Christus als Mitte und Ziel".
Nach dem Abriss der Vorgänger-Kirche aus den 1960er Jahren war die Gemeinde knapp vier Jahre in Räumen eines Caritas Pflegeheims und der evangelischen Kirche untergekommen. Die Kosten für den Neubau der Kirche beliefen sich auf 3,9 Millionen Euro.
Kleiner als der Vorgängerbau
Die neue Kirche ist bewusst kleiner als ihr Vorgänger. "Wir sind weniger Katholikinnen und Katholiken in Mönchfeld, in der kleineren Kirche erleben wir Gemeinschaft wieder ganz anders", so Martina Siegl, Vorsitzende des Kirchengemeinderates auf der Homepage der Diözese. Das Stuttgarter Architekturbüros a+r entwarf für die Gemeinde neben der Kirche zudem drei weitere Gebäude, in denen eine Sozialstation, eine Kindertagesstätte sowie Seniorenwohnungen untergebracht sind. Die Einweihung der Sozialeinrichtungen soll im kommenden Frühjahr folgen.
Bischof Fürst begrüßte die Quartiersentwicklung. Sie stehe auch für ein verändertes Verständnis von Kirche. Altes und Neues soll sich dafür in der Gemeinde ergänzen. So hat die Gemeinde ihren Jesus am Kreuz, eine Marienstatue und den alten Tabernakel in die neue Kirche integriert. (lfe)