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Skulptur auf Essener Bischofshaus wohl durch Sturm beschädigt

Bischof Overbeck vermisst den rechten Arm seines Bronzeengels

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Essen - Bischof Franz-Josef Overbeck entdeckte den Schaden höchstselbst: Dem Bronzeengel über dem Portal des Essener Bischofshauses fehlt der rechte Arm. Mutmaßlich durch einen Sturm. Nun hofft die Diözese auf einen ehrlichen Finder.

Das Bistum Essen beklagt den Verlust des rechten Armes eines Bronzeengels, der über dem Portal des Bischofshauses wacht. Vermutlich sei die Gliedmaße im Sturm abgebrochen, teilte die Diözese am Donnerstag mit. Bereits Ende März sei Bischof Franz-Josef Overbeck die beschädigte Figur aufgefallen. Trotz intensiver Suche sei der etwa 30 Zentimeter lange Arm samt ausgestrecktem Zeigefinger bislang nicht gefunden worden. Der Engel von Künstler Ewald Mataré ziert seit 66 Jahren das Hausdach am Essener Burgplatz.

Das Bistum bekundete die Hoffnung, dass ein Finder den Arm zurückbringt. Der Materialwert sei zu vernachlässigen. "Vielmehr hat der Engel - und gerade der ausgestreckte Arm - für unser Bistum und für die Stadt Essen einen unschätzbaren emotionalen und künstlerischen Wert", erklärte die Leiterin der Essener Domschatzkammer, Andrea Wegener. Tauche der Arm auf, könne er wohl wieder an der Figur befestigt werden. Andernfalls müsse von der Kopie des Engels in Kleve ein Abdruck genommen werden.

Ziert der Mataré-Engel heute das Portal des Bischofshauses des 1958 gegründeten Bistums, hatten seine Auftraggeber bei seiner Installation Mitte der 1950er-Jahre zunächst eine andere Bedeutung im Sinn. "Eigentlich war das heutige Bischofshaus nach dem Krieg als gemeinsames Pfarrhaus und Haus für die Schatzkammer geplant worden", erläutert Wegener. Mit seinem erhobenen Zeigefinger verweise der vergoldete Engel daher wohl "auf das Kostbare, das im Haus verwahrt wird, und ermahnt uns, gut darauf aufzupassen". Kurz nach der Fertigstellung des Hauses seien dann jedoch die Pläne für das Ruhrbistum konkret geworden. Damit wurde aus dem Pfarrhaus ein Bischofshaus, die Schatzkammer zog in ein benachbartes Gebäude und der Engel wacht nun über die Ruhrbischöfe. (tmg/KNA)

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