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Weiterführung der Jugendsynode

Bistum Passau soll einen "Jugendrat" bekommen

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Bischof Stefan Oster vor dem Passauer Dom.
Passau - Die römische Jugendsynode solle nicht "sang- und klanglos" in Vergessenheit geraten: Das Bistum Passau geht deshalb neue Wege und will einen sogenannten "Jugendrat" einrichten. Das hat es damit auf sich.

Das Bistum Passau plant einen "Jugendrat". Unter diesem Arbeitstitel soll "eine bunt gemischte Runde mit Verantwortlichen aus verschiedensten Bereichen der Jugendarbeit" entstehen, "bei der kreatives Ideenschmieden und Ausprobieren möglich" sein soll, wie die Diözese am Mittwoch mitteilte. Im Frühjahr wolle der Diözesanvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) einen Vorschlag für die Gestaltung des Projekts entwickeln. "Probieren wir es aus!", sagte dazu der Passauer Bischof Stefan Oster, der auch Jugendbischof der Deutschen Bischofskonferenz ist. "Das kleine Gespräch bringt uns weiter", ergänzte der Passauer Jugendpfarrer Wolfgang de Jong.

"Frischer Wind aus Rom"

Hintergrund des Vorhabens ist die Jugendsynode, die im Oktober 2018 einen Monat lang in Rom stattfand. Sie solle "nun nicht sang- und klanglos mit ihrem Abschlussdokument in der Schublade verschwinden", so das Bistum. Darüber seien sich Bischof Oster und der BDKJ-Diözesanverband einig. Deshalb hätten sie jetzt bei einem Treffen Möglichkeiten diskutiert, "den frischen Wind aus Rom in den örtlichen Jugendverbänden weiterwehen zu lassen".

Oster erklärte zu seinen Erfahrungen von der Synode: "Abgesehen von all den spannenden Einblicken in die verschiedensten Teile der Welt habe ich vor allem gelernt, was der Papst mit einer synodalen Kirche meint: in einem geschützten Raum freimütig reden und demütig zuhören können. Damit der Heilige Geist wirken kann." Übertrage man diesen Ansatz auf die Jugendarbeit vor Ort, gelte: "Unsere Herausforderung ist: Junge Menschen können und sollen Protagonisten unserer Kirche sein und wir wollen sie dabei gut begleiten. Und suchen zusammen mit ihnen auch neue Wege der Jugendpastoral."

Zu dem für Juni in Rom geplanten internationalen Jugendtreffen sagte Oster, er begrüße eine solche Veranstaltung sehr. Bei dem Termin sollen laut Vatikan die Ergebnisse der Jugendsynode sowie voraussichtlich ein nachsynodales Schreiben beraten werden, das der Papst bis dahin veröffentlichen will. "Wir sind zunächst sehr gespannt, welchen Blick uns der Papst noch einmal auf die Wege der Kirche mit jungen Menschen schenken wird", so Oster. "Und ich freue mich sehr, dass er das dann auch noch einmal mit ihnen selbst besprechen will. So bleiben all diese wichtigen Anliegen der Synode im Bewusstsein der Kirche weltweit."

Das internationale Treffen war am Freitag von der Vatikanbehörde für Laien, Familie und Leben als Veranstalterin mitgeteilt worden. Demnach findet das Jugendforum vom 18. bis 22. Juni in Rom statt. (tmg/KNA)

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