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"Hoffnungsträger und keine Lückenbüßer"

Bistum Rottenburg will Ehrenamtlichen flexiblen Einsatz ermöglichen

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Stuttgart - Selbstbestimmt, zeitlich befristet und entsprechend ihrer Wünsche: Das Bistum Rottenburg-Stuttgart will den Ehrenamtlichen künftig mehr Flexibilität gewähren. Dazu brauche es auch ein Umdenken in den Gemeinden.

Ehrenamtliche sollen sich im Bistum Rottenburg-Stuttgart flexibel einbringen können. Wichtig sei, dass Interessierte selbstbestimmt, zeitlich befristet und entsprechend ihrer Wünsche Aufgaben übernehmen könnten, teilten Weihbischof Matthäus Karrer und die Projektverantwortliche Gabriele Denner zum Abschluss eines Projekts zu Ehrenamtskoordination und Engagementförderung am Freitag mit. Dazu soll in der Diözese ein Netz an Engagementförderern aufgebaut werden.

Es brauche auch ein Umdenken in den Gemeinden. "Ehrenamtliche sind für uns Hoffnungsträger und keine Lückenbüßer", sagte Karrer. Im Vordergrund stehe nicht der Erhalt der Organisation. Vielmehr wolle das Bistum Menschen Möglichkeiten eröffnet, sich aus ihrem christlichen Glauben heraus zu engagieren. "Wir sind als Kirche zu viel Verein geworden und zu wenig einladende Glaubensbewegung", sagte der Weihbischof. Es werde zunehmend wichtig, dass sich Menschen engagierten, weil ihnen die christliche Botschaft wichtig ist.

Anlass für das Projekt war den Angaben zufolge die Beobachtung, dass sich immer weniger Menschen der Kirche verpflichtet fühlen und sich oft nicht langfristig dort engagieren wollen. Bislang hätten sich wenige Ehrenamtliche oft lange Zeit engagiert und zentrale Aufgaben übernommen. Dieses Modell trage nicht mehr. "Die Engagierten sind überlastet, meist älter und es fehlt an Nachwuchs", sagte Denner. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart ist mit 1.020 Kirchengemeinden und etwa 1,7 Millionen Katholiken die drittgrößte Diözese in Deutschland. (KNA)

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