BKA warnt vor erpresserischen Fake-Mails an Priester
Betrüger haben es mit angeblich vom Bundeskriminalamt (BKA) stammenden Fake-E-Mails auf Priester abgesehen. Anfang August haben mehrere Priester des Bistums Rottenburg-Stuttgart betrügerische Mails erhalten, wie aus einer Warnung im Amtsblatt des Bistums Fulda (September-Ausgabe) hervorgeht. "Dieses Schreiben wird nach jetzigem Kenntnisstand vorwiegend an Priester verschickt, um sie vermeintlicher sexualstrafrechtlicher Taten zu beschuldigen", heißt es in der Warnung. Das BKA habe gegenüber dem Bistum bestätigt, dass es sich um Fälschungen handelt. Wie viele Priester von den Mails betroffen waren und ob Schaden entstanden ist, ist derzeit noch nicht bekannt.
Das BKA weist darauf hin, dass Adressaten des gefälschten Schreibens keine Anhänge öffnen und nicht darauf antworten sollten. Üblicherweise sei es nicht notwendig, Anzeige zu erstatten. Vermeintlich vom BKA stammende E-Mails sind seit Jahren im Umlauf. Die Behörde warnte in den vergangenen Jahren vor Mails von unbekannten Verfassern, die sich als BKA-Präsident Holger Münch, als BKA-Abteilungsleiter oder als "Generalkommissarin der Bundespolizei" ausgaben. Die Mails enthielten in der Regel gefälschte Vorladungen mit der Aufforderung, das BKA innerhalb einer Frist über eine in den Schreiben angegebene E-Mail-Adresse zu kontaktieren. Das BKA betonte: "Bei diesen E-Mails mit den angehängten Schreiben handelt es sich um Fake-E-Mails, die nicht vom Bundeskriminalamt stammen. Deshalb warnt das BKA: Kommen Sie diesen Aufforderungen nicht nach. Hier handelt es sich vermutlich um den Versuch, Ihre Daten für die Begehung weiterer Straftaten auszuspähen."
Kirchliche Einrichtungen sind immer wieder Ziel von Betrugsversuchen. Anfang August warnte die Kanzlei der Apostolischen Exarchie für katholische Ukrainer in Deutschland und Skandinavien in München vor Betrügern, die per E-Mail und Brief im Namen angeblicher ukrainischer Bischöfe Spenden einsammeln wollten. Neben schriftlichen Betrugsversuchen warnen Bistümer auch regelmäßig vor Telefonbetrug und Menschen, die sich als Kleriker ausgeben. (fxn)