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Kölner Erzbischof bei Glatteis gestürzt

Blaues Auge bringt Kardinal Woelki Spott ein

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Köln - Am vergangenen Wochenende war es spiegelglatt in Nordhein-Westfalen - und auch der Kölner Kardinal stürzte. Wegen seines "Veilchens" hat er sich inzwischen schon einiges anhören müssen.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki (60) hat sich nach einem Glatteis-Ausrutscher viele spöttische Bemerkungen über sein blaues Auge anhören müssen. So ereilten ihn Sprüche wie "Na, haben Sie Ihr blaues Wunder erlebt?" oder "Mit wem haben Sie denn geboxt?", wie er dem Kölner domradio am Sonntag sagte. Besonders schön sei auch der Satz gewesen "Sehen Sie Herr Kardinal, kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort."

Dieser Volksweisheit widersprach der Kardinal aber zugleich. Zwar mache auch er als Kirchenmann immer wieder Fehler. "Aber der Gott, an den ich glaube, der ist doch kein strafender Verkehrsrichter, der mich bei Glatteis ausrutschen lässt und mich mit einem blauen Auge bestraft, nur weil ich gesündigt habe", so Woelki. "So kleinkariert ist Gott nicht." Er lasse "nicht unsere Computer abstürzen oder verhagelt uns die Ernte, nur weil wir gerade mal wieder nicht seinen Willen getan haben".

Woelki: Gott ist barmherziger Richter

Zwar werde Gott "am Ende der Zeiten mein Richter sein", sagte der Erzbischof. Doch wer sich bemühe, den Willen Gottes zu tun, könne "dabei schon mal auf die Nase fallen". Die Menschen könnten trotz ihrer Fehler darauf hoffen, am Ende ihrer Tage auf einen barmherzigen Vater zu treffen, "der uns dann vielleicht gerade noch mal mit einem blauen Auge davon kommen lässt". (KNA)

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