Brand in denkmalgeschützter Kirche – Polizei nimmt Verdächtigen fest
Beim Brand einer elektrischen Orgel in der denkmalgeschützten evangelischen Dionyskirche in der niedersächsischen Gemeinde Barum ist am Samstag nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von einer Million Euro entstanden. Ursache des Feuers ist laut den bisherigen Ermittlungen der Polizei Brandstiftung, wie die Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen mitteilte. Im Rahmen einer Fahndung sei am Samstagabend im nahegelegenen Lüneburg ein 26-jähriger Mann aus Mecklenburg-Vorpommern vorläufig festgenommen worden. Bei dem Tatverdächtigen handele es sich um einen psychisch auffälligen Mann, der seit Freitag aus einem psychiatrischen Klinikum in Mecklenburg-Vorpommern abgängig gewesen sei.
Der Tatverdächtige war laut Polizei am Samstag zunächst von einem Rettungswagen in das Städtische Klinikum Lüneburg gebracht worden, von wo er sich jedoch wieder entfernt habe. Zuvor habe er ausgesagt, dass er eine Kirche angezündet habe. Bei ersten Vernehmungen sei herausgekommen, dass der Mann am Brandort gesehen worden sein soll. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen seien zudem Blutproben entnommen und diverse Beweismittel beschlagnahmt worden.
Das Feuer war am Samstag gegen 14.15 Uhr entdeckt und gemeldet worden. Beim Eintreffen erster Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei habe die Orgel in der Kirche gebrannt. "Durch die Hitzeentwicklung wurden auch die Empore sowie eine Treppe beschädigt", so die Polizei in ihrer ersten Meldung zu dem Vorfall. Personen seien durch den Brand nicht geschädigt worden. (stz)