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Neher: Trotzdem weiter an Seite der Schwachen stehen

Caritas beklagt Anfeindungen gegen Flüchtlingshelfer

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Die Caritas Österreich engagiert sich rund um die Uhr für die durchreisenden Flüchtlinge.
Bergisch Gladbach - Beschimpfungen, Hetze, Steinwürfe: Flüchtlingshelfer werden für ihr Engagement immer wieder angegangen. Doch Kirche und Caritas wollen sich davon nicht abschrecken lassen.

Der Deutsche Caritasverband beklagt zahlreiche Anfeindungen gegen Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe. Betroffen seien hauptberufliche und ehrenamtlich tätige Kollegen, sagte Präsident Peter Neher am Dienstag in Bergisch Gladbach. Vereinzelt seien Veranstaltungen für Freiwillige in der Flüchtlingshilfe aufgrund von Beschimpfungen und Hetze abgesagt worden, führte der Präsident aus. Zudem habe es Steinwürfe und Schmierereien gegen Migrationsberatungsstellen gegeben.

Dennoch müssten Kirche und Caritas weiterhin Flagge zeigen, so Neher - etwa indem sie "an der Seite der Schwachen stehen und 'Nein' sagen, wenn Menschen bedroht, diffamiert und ausgegrenzt werden". Sie widersetzten sich dem "Gift der einfachen Lösung", mit dem Populisten Lösungen anböten.

Der Fall einer im Februar in Ahaus erstochenen 22-jährigen Flüchtlingshelferin ist laut Neher ein "völlig untypischer Einzelfall" und nicht charakteristisch für die Anfeindungen. Hier habe es sich nach seinen Informationen um eine Beziehungsgeschichte gehandelt. Tatverdächtig ist ein 27-jähriger Asylbewerber aus Nigeria. (KNA)

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