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Infektionen im Mutterhaus der Franziskaner-Minoriten

Corona in Assisi: Brüder isoliert, keine Gefahr für die Allgemeinheit

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Assisi - Der Corona-Ausbruch im Mutterkloster der Franziskaner-Minoriten scheint glimpflich zu verlaufen. Der Verlauf der Infektion bei den Brüdern sei mild, die ganze Gemeinschaft hat sich in Isolation zurückgezogen – Entwarnung für den Pilgerort.

Die im Mutterkloster der Franziskaner-Minoriten im italienischen Assisi aufgetretenen Corona-Infektionen verlaufen mild und stellen keine Gefahr für die Allgemeinheit dar. In einem Interview mit Vatican News bestätigte der deutsche Pilgerseelsorger Bruder Thomas Freidel am Dienstag, dass es den betroffenen Brüdern gut ginge. "Keiner von ihnen ist schwer erkrankt", so Freidel: "Sie leben halt komplett isoliert und werden gut versorgt".

Eine Ausbreitung der Infektionen über das Kloster hinaus scheint verhindert worden zu sein. Bisher sind keine Infektionen bei Menschen außerhalb der Klostergemeinschaft bekannt. "Wir sind abgeschlossen von der Öffentlichkeit, aber es hat keine Auswirkungen auf die anderen Kirchen oder Klöster oder Gästehäuser oder Hotels hier in der Stadt", bestätigte Freidel. Auch die anderen franziskanischen Stätten in Assisi seien normal zugänglich. Die Seelsorge in der vom Mutterhaus betreuten Basilika San Francesco wird von Brüdern aus Nachbarklöstern übernommen. "Es gibt keinen Grund, Assisi ganz zu meiden", so Freidel.

Strenge Schutzmaßnahmen

Das Mutterhaus hat strengere Schutzmaßnahmen ergriffen. "Für uns bedeutet es, dass wir nach wie vor vorsichtig sind, Abstand halten, Hygieneregeln befolgen. Wir feiern unsere Gottesdienste jetzt getrennt in einer separaten Kapelle", so Freidel. Insgesamt wurden mehrere Novizen sowie vier Brüder der Stammkommunität infiziert. Für die Gemeinschaft sei die Isolation eine "geschenkte Zeit zum Gebet, Nachdenken und bei sich selber sein". Besonders fühle man sich den Klarissen verbunden, dem klausurierten Schwesterorden der Minoriten, dem man sich nun in der Lebensweise annähere.

Die Infektion war bemerkt worden, nachdem Gäste der Einkleidungsfeier der neuen Novizen in Frankreich nach ihrer Rückkehr positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Am Montag hatte die Kommunität den Ausbruch öffentlich gemacht. Das Sacro Convento in Assisi ist das Mutterkloster und geistliches Zentrum der Franziskaner-Minoriten. In der Krypta der an das Kloster angeschlossenen Basilika San Francesco ist das Grab des Ordensgründers Franz von Assisi. Als Basilica maior gehört sie zu den sieben ranghöchsten Gotteshäusern der Kirche weltweit. (fxn)

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