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Bischofkonferenz weist Spekulationen des "Spiegel" zurück

DBK: Prüfbericht kommt wie geplant

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Das Bild zeigt die alte Vikarie (links) und die neue Kapelle (mitte).
Bonn - Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat einen Bericht des Nachrichten-Magazins "Der Spiegel" zurückgewiesen, nach dem die laufenden Prüfungen der Kostenexplosion beim neuen Limburger Bischofssitz deutlich länger dauern als geplant.

Der Pressesprecher der DBK, Matthias Kopp, teilte auf Anfrage mit: "Die Deutsche Bischofskonferenz weist die Spekulation des Spiegel zurück, wonach die Prüfungskommission die Ergebnisse erst im Frühsommer 2014 vorlegen wird. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, geht nach wie vor davon aus, dass er den Bericht voraussichtlich im Januar 2014 erhält."

Verlängerung der Auszeit Tebartz-van Elsts?

Am Sonntagvormittag war auf Spiegel-Online ein Bericht erschienen, der sich auf Kommissionsmitglieder beruft, die "frühestens zu Ostern, womöglich erst zum Sommerbeginn" mit einem Ergebnis rechnen. Die Verzögerung wird darin mit einer unerwartet großen Menge an Rechnungen begründet, die die Kommission zu prüfen habe. Nach dem Artikel könne sich aufgrund der späteren Untersuchungsergebnisse auch die Auszeit des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst verlängern. Er hält sich zur Zeit im dem bayerischen Kloster Metten auf.

Ende September hatte die Deutsche Bischofskonferenz eine Expertenkommission eingesetzt, die die explodierenden Kosten für den neuen Bischofssitz in Limburg untersuchen soll. Diese waren von einem ursprünglich angepeilten einstelligen Millionenbetrag auf nun erwartete rund 31 Millionen Euro in die Höhe geschnellt. Dem Gremium gehören Finanz- und Baufachleute und Kirchenrechtler an.

Scharfe Kritik

Der Limburger Bischof war monatelang scharfer Kritik ausgesetzt. Diese kam auch von Gläubigen und Priestern aus seinem Bistum und betraf neben den Kosten für das Bischofshaus auch den Führungsstil des 54-Jährigen. Im Bistum Limburg herrsche ein Klima der Angst, hieß es etwa Ende August in einem offenen Brief, den rund 4.500 Menschen unterschrieben. Wegen widersprüchlicher Angaben zu einem Flug nach Indien hatte außerdem die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen Tebartz-van Elst ermittelt. Das Verfahren wurde schließlich eingestellt, gegen die Auflage, dass Tebartz-van Elst 20.000 Euro Strafe zahlen solle.

Generalvikar Rösch leitet das Bistum

Nach der Entscheidung von Papst Franziskus, dem Bischof eine Auszeit zu verordnen, hatten Mitglieder des Limburger Domkapitels klar gemacht, dass sie sich eine Rückkehr des Bischofs nach Limburg nicht vorstellen können. So sagte der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz während einer Podiumsdiskussion im November, er hoffe, dass Tebartz-van Elst "an anderer Stelle einen Dienst findet, der ihn glücklich macht".

Die Leitung des Bistums hat in der Zwischenzeit der neue Generalvikar, Wolfgang Rösch, inne. Er hatte am vergangenen Donnerstag bei einer Podiumsdiskussion gesagt, eine Entscheidung Roms über die Zukunft des Bischofs sei erst "weit über Januar hinaus" zu erwarten. Rösch hatte wenige Tage zuvor Gespräche in der römischen Kurie geführt. (gho mit Material von KNA und dpa)

Dossier: Tiefer Fall

Mit Vorfreude hießen die Limburger Katholiken im Jahr 2008 Franz-Peter Tebartz-van Elst als neuen Bischof willkommen. Mittlerweile wünschen sich nicht wenige, er würde seinen Rücktritt einreichen. In den vergangenen Wochen ist die Debatte um ihn und die Kosten für das Diözesane Zentrum in Limburg eskaliert. Katholisch.de dokumentiert alle wichtigen Etappen des Konflikts.

Dossier: Tiefer Fall
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