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Gottesdienst für Fußballfans wird als Beispiel behandelt

DBK veröffentlicht Praxishilfe für liturgienahe Feiern und Angebote

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Stadionkapelle in Berlin
Bonn - Die Gesellschaft wird immer pluraler, dennoch wünschen sich Menschen bei bestimmten Anlässen eine kirchliche Begleitung. Deshalb haben die deutschen Bischöfe ein Dokument mit Kriterien für liturgienahe Feiern veröffentlicht – etwa Fan-Gottesdienste.

Gottesdienste mit Fußballfans oder ein Stadtgang mit spirituellen Impulsen zum Karfreitag – für Angebote dieser Art hat die Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz eine Praxishilfe zusammengestellt. Sie solle die Glaubens- und Gebetspastoral unter zunehmend plural geprägten Voraussetzungen unterstützen, erklärte die Bischofskonferenz am Donnerstag in Bonn. Die Broschüre namens "Christus in der Welt verkünden. Dimensionen liturgienahen Feierns" kann online bestellt oder heruntergeladen werden.

Die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstbesucher sei rückläufig, gleichzeitig nehme die Pluralisierung der Gesellschaft zu, so die Bischöfe. Viele Menschen wünschten sich bei bestimmten Anlässen dennoch eine kirchliche Begleitung. Meist führten Feste, Gedenktage oder konkrete Ereignisse dazu, "dass Menschen punktuell Anschluss an das liturgische Leben der Kirche suchen", sagte der Vorsitzende der Liturgiekommission, der Trierer Bischof Stephan Ackermann.

Menschen mit nur geringer liturgischer Erfahrung Weg eröffnen

Dies stelle kirchliche Akteure bisweilen vor Herausforderungen, zu deren Bewältigung die Handreichung beitragen solle. Ackermann erklärte: "So hoffen wir all jene zu unterstützen, die in Beruf oder Ehrenamt nach liturgienahen Möglichkeiten suchen, um Menschen auch mit nur geringer liturgischer Erfahrung Wege zum Glauben und Beten der Kirche zu eröffnen."

Bei den in der Broschüre genannten Beispielen werden einige Kriterien für die Vorbereitung aufgelistet, unter anderem die Frage nach der Motivation, den Adressaten und der Ortswahl. Das Dokument hält unter anderem fest, dass vielerorts bereits eine Fülle an Feiern entstanden sei, die suchende Menschen einladen und Hilfestellungen aus dem Glauben geben wollten. Diese seien in mehrfacher Hinsicht für die Kirche ein großer Gewinn und unverzichtbar: "Sie stehen für die Überzeugung, dass die Begegnung mit Gott nicht allein an die Feiern gebunden ist, die der liturgischen Ordnung der Kirche unterliegen." Zugleich hätten diese Feiern auch Folgen für das Selbstverständnis der Kirche: "Sie sind ein Ausdruck von gelebter Gastfreundschaft und zeigen die Bereitschaft, die Fragen und Bedürfnisse der Menschen unserer Zeit nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern in ihrer Ernsthaftigkeit auch wertzuschätzen." Mit den liturgienahen Feiern präsentierte sich die Kirche in der pluralen Gesellschaft als vitale Gesprächspartnerin, die das Evangelium als eine lohnende Orientierung für das Leben verkünde. (mal/KNA)

Hinweis

Die Broschüre "Christus in der Welt verkünden. Dimensionen liturgienahen Feierns" kann auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz bestellt oder heruntergeladen werden.

Zur Broschüre
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