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Bischöfe begehen Ad-Limina-Besuch seit neun Jahren

Deutsche Bischöfe besuchen Apostelfürsten

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Bischöfe sitzen in mehreren Reihen hintereinander in der Hofkirche in Dresden. Anlass ist die Einführung Heiner Kochs als neuer Dresdner Bischof.
Bonn/Vatikanstadt - Die deutschen Bischöfe haben ihren Ad-Limina-Besuch in Rom mit zwei Messfeiern im Petersdom und in der Lateranbasilika begonnen. In ihren Predigten betonten Kardinal Reinhard Marx und Erzbischof Ludwig Schick jeweils die Bedeutung des Papstes für die Kirche.

"Zu den limina – Schwellen – der Apostel Petrus und Paulus kommen wir, damit wir von ihnen zu Jesus Christus geführt werden", sagte Schick. Auf ihn komme es in der Kirche an. Der regelmäßige Pflichtbesuch der katholischen Bischöfe in Rome solle "in uns die Überzeugung und Verpflichtung erneuern, dass wir Christus dienen sollen". Im Lateran, der Kathedrale des Bischofs von Rom, träfe man zudem "symbolisch auch auf den Papst, Zeichen und Werkzeug der Einheit", so Schick weiter.

Die deutschen Bischöfe hatten zu Beginn ihres Besuchs am Montag bereits einen Gottesdienst am Petrusgrab in den Grotten des Petersdomes gefeiert. Anschließend fanden erste Gespräche in der Bildungskongregation und im Staatssekretariat statt. Um 12.00 Uhr schlossen sich die 67 Orts- und Weihbischöfe der europaweiten Schweigeminute für die Opfer der Pariser Terroranschläge an.

Marx würdigt Tradition der Kirche

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, sagte in seiner Predigt am Montag: "Es ist gut, wenn wir hier die Tradition wiederentdecken und lebendig halten. Tradition ist kein geschlossenes System, sondern lebendiges Zeugnis." Die Bischöfe stünden für dieses Zeugnis in Treue zum Ursprung der Kirche ein. Der Papst sei als Nachfolger des Apostels Petrus der Garant der kirchlichen Wurzeln. "Es kann keine Kirche geben, wenn wir uns nicht mit dem sichtbaren Fundament der Einheit, Petrus, verbinden."

Papst Franziskus gewährt den deutschen Bischöfen drei Audienzen in Einzelgruppen. Früher übliche Audienzen für jeden einzelnen Bischof gibt es unter Papst Franziskus nicht mehr. Die Abschlussaudienz für alle Mitglieder der Bischofskonferenz ist für Freitag geplant. Das Kirchenrecht schreibt die Besuche in Rom vor, bei denen die Bischöfe dem Papst und der Kurie turnusmäßig über die Situation ihrer Ortskirchen berichten sollen. Der Name "Ad limina Apostolorum" bedeutet "an den Schwellen der Apostelgräber". Üblicherweise finden diese Visiten etwa alle fünf Jahre statt; mitunter sind die Abstände aber auch größer. Die deutschen Bischöfe waren zuletzt vor neun Jahren zu einem Ad-Limina-Besuch in Rom. (kim/KNA)

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