Deutscher erhält Leitungsaufgabe im höchsten Kirchengericht
Matthias Ambros (43), in Rom tätiger Diözesanpriester, ist von Papst Franziskus befördert worden. Am Freitag wurde der Passauer Kirchenrechtler zum Zweiten Kirchenanwalt an der Apostolischen Signatur ernannt. Das ist das höchste Gericht der katholischen Kirche.
Ambros stammt aus Freyung im Bayerischen Wald, wurde 2009 in Rom zum Priester geweiht und 2016 für den Dienst an der Kurie freigestellt. Bis 2021 war er in der Bildungskongregation insbesondere für kirchliche Hochschulangelegenheiten aus dem deutschen Sprachraum zuständig, 2022 wurde der Niederbayer von Franziskus dort zum Konsultor ernannt. An der Signatur arbeitet Ambros seit 2021. Zudem lehrt er seit 2020 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom.
Oster gratuliert
Sein Diözesanbischof Stefan Oster gratulierte dem Priester zum neuen Leitungsamt. "Es ist die zweite Beförderung innerhalb kürzester Zeit", sagte der Bischof. "Das zeigt, dass sein juristisches Fachwissen und seine Gewissenhaftigkeit auf höchster Ebene in Rom geschätzt werden."
Ein Kirchenanwalt hat an der Apostolischen Signatur mehrere Aufgaben. An Disziplinar- und Strafverfahren ist er als Kläger beteiligt. Ansonsten unterstützt er den Sekretär bei der Erledigung der ordentlichen Leitungsaufgaben des Gerichtshofs. Dieser fungiert nicht nur als oberste Berufungsinstanz, sondern auch als Aufsichtsbehörde über alle anderen kirchlichen Gerichte. Das Richterkollegium besteht derzeit aus 23 Kardinälen und Bischöfen. Präfekt der Signatur ist Kardinal Dominique Mamberti. Als Richter fungiert seit 2021 auch Kardinal Gerhard Ludwig Müller. (tmg/KNA)