Deutschland hofft auf Papstbesuch
Er selbst und der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hätten Papst Franziskus zum Abschlussgottesdienst im Rheinenergie-Stadion eingeladen. Noch habe der Heilige Vater nicht abgesagt, deshalb sei man "in guter Hoffnung".
Indirekte Absage aus dem Vatikan
Aus Rom kam am Montag ein indirektes Dementi: Franziskus habe seine Teilnahme am Weltjugendtag im Juli in der brasilianischen Stadt am Palmsonntag vor Ostern bestätigt, erinnerte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. Er bejahte auf Anfrage, dass dies die erste Auslandsreise des Papstes sein werde. Ein Sprecher Meisners hatte am Montag eine entsprechende Meldung der "Kölnischen Rundschau" über eine Einladung des Papstes nach Köln bestätigt.
Veranstalter des großen Glaubensfestes ist die Deutsche Bischofskonferenz, Gastgeber das Erzbistum Köln. Erwartet werden vom 5. bis 9. Juni rund 60.000 Teilnehmer. Im Mittelpunkt steht die Eucharistie als zentrales Sakrament der katholischen Kirche, also die in Brot und Wein gefeierte Gegenwart Gottes. Geplant sind nach Vorbild des Kölner Weltjugendtags 2005 Gottesdienste, Glaubensgespräche, Gebetsnächte, Vorträge und ein Bühnenprogramm.
Schwierige Zukunftserwartungen
Franziskus hat nach den Worten Meisners in den ersten vier Wochen seines Pontifikats "viel Sympathie" erfahren. Er gehe aber davon aus, dass dies nicht "allzu lange andauern" werde. Denn der Dienst der Kirche stehe oft konträr zu den Zukunftserwartungen der Menschen, betonte Meisner und verwies auf den Schutz des ungeborenen Lebens.
Hier trete Franziskus besonders auf den Plan: "Er ergreift leidenschaftlich Partei für das Leben, nicht nur das Leben der Menschen, sondern auch der Schöpfung." Sein Name sei Programm. Er sei "zum Anwalt der Armen und der zu kurz gekommenen geworden".
Eucharistie als Hilfe
Meisner betonte das enge Verhältnis des Papstes zur Eucharistie. Bei seiner Messe in der Sixtinischen Kapelle nach der Wahl habe Franziskus erklärt, dass der Altar mit der Eucharistie für ihn die einzige Möglichkeit sei, zum Petrusdienst "Ja" zu sagen. Die Eucharistie sei die Hilfe, "unseren Glauben aus der Mitte heraus tiefer zu verstehen". (luk/KNA/dpa)