Die Nächstenliebe im Fokus
Mit dem Motto werde ein wesentliches Handlungsfeld des "Zukunftsbildes für das Erzbistum Paderborn" thematisiert, sagt Erzbischof Hans-Josef Becker in seinem Grußwort. Dazu gehörten das diakonische Handeln, die Zuwendung zum Nächsten und die Weltverantwortung. Gerade der heilige Liborius, der im vierten Jahrhundert lebte, habe sich Armen und Kranken zugewandt. Damit sei er auch heute noch ein Vorbild für Christen, so Becker. Das diesjährige Liborifest steht außerdem im Zeichen des 100. Jubiläumsjahres des Diözesancaritasverbands. Im Leitwort des Liborifestes spiegle sich somit auch der Caritas-Gedanke, seinem Nächsten zu dienen, wider, so Becker.
Auftakt der Festtage ist auch in diesem Jahr wieder die feierliche Prozession mit den Reliquien des heiligen Liborius. Sie werden am Samstag, 25. Juli, um 15 Uhr aus der Domkrypta in den Hochchor des Domes überführt und dort bis Dienstag zur Verehrung ausgestellt. Bis zum darauffolgenden Sonntag stehen dann Gottesdienste und sowie weitere musikalische und kulturelle Veranstaltungen auf dem Programm. So wird beispielsweise am Montag, 27. Juli, Bischof Yves Le Saux aus der Paderborner Partnerdiözese Le Mans das traditionelle Pontifikalamt mit den französischen Gästen feiern. Am Dienstag, 28. Juli, wird Kardinal Peter Turkson ein Pontifikalamt halten. Turkson ist Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden.
Am gleichen Tag endet auch das sogenannte Libori-Triduum, die dreitägige Aussetzung der Reliquien des Heiligen. Während der Schlussfeier um 17 Uhr wird der Liborischrein über den Domplatz getragen und anschließend zurück in die Krypta gebracht. Für die folgenden Tage der Festwoche wird eine Silberbüste des Heiligen im Hochchor ausgestellt. Den Abschluss der Festwoche bildet dann der "Tag der Familien" am 2. August, der um 10 Uhr mit einem Pontifikalamt beginnt.
Während der neun Tage haben Besucher außerdem die Möglichkeit, sich über das "Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn" zu informieren. In einem Zelt der Hauptabteilung Pastorale Dienste gibt es Informations- und Gesprächsangebote zum Thema. Das Zukunftsbild soll Richtungsanzeige für die Entwicklung der Erzdiözese in den kommenden Jahren sein.
Das Libori-Fest hat seinen Ursprung im Jahr 836. Damals wurden die Gebeine von Liborius, der Bischof von Le Mans war, nach Paderborn überführt. So entstand eine der ältesten Städtepartnerschaften. Zu den Feierlichkeiten kommen regelmäßig mehr als eine Million Besucher. (mit Material von KNA)
Das vollständige Programm für das Liborifest finden Sie auf der Internetseite des Erzbistums Paderborn.