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Berliner Platz nach Politikerin Hanna-Renate Laurien benannt

Ein Platz für "Hanna-Granate"

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Berlin - Der Platz vor dem Rathaus Lankwitz in Berlin wird nicht länger namenlos bleiben: Ab heute trägt er den Namen von Hanna-Renate Laurien. Berlin ehrt damit sechs Jahre nach ihrem Tod die langjährige Landespolitikerin und engagierte Katholikin.

Mit der Benennung des Platzes würdigt die Hauptstadt die Verdienste der 2010 verstorbenen CDU-Bildungspolitikerin um die Stadt Berlin. Sie lebte bis zu ihrem Tod in Lankwitz. Zu Lebzeiten erhielt die erste Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses bereits den Ehrentitel einer Stadtältesten von Berlin.

Auf der Einweihungsfeier des Platzes am Donnerstagnachmittag waren unter anderem Redebeiträge des früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel und der Kulturstaatsministerin Monika Grütters geplant.

Der Berliner Diözesanratsvorsitzende Wolfgang Klose freut sich über die Ehrung seiner Vorgängerin in diesem Amt. Gegenüber katholisch.de bezeichnete er Laurien als "wahrhaft streitbare und warmherzige Frau" und betonte ihre Verdienste um die katholischen Laien in Berlin und bundesweit; besonders hob er ihre klare und deutliche Führung des Laiengremiums hervor.

Laurien war auch langjähriges Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), wo sie sich vor allem kulturpolitisch engagierte. "Wir freuen uns sehr über diese Ehrung von Frau Laurien", erklärt ZdK-Generalsekretär Stefan Vesper gegenüber katholisch.de. "Sie hat aus dem christlichen Glauben heraus politisch und kirchlich gewirkt, zum Beispiel als Vizepräsidentin der Gemeinsamen Synode, und war mit Humor und analytischer Schärfe oftmals Wegweiserin."

Die bundesweit bekannte Politikerin Laurien war rheinland-pfälzische Kultusministerin, bevor sie 1981 von Richard von Weizsäcker - nach seiner Wahl zum Regierenden Bürgermeister - als Schul- und Jugendsenatorin nach Berlin geholt wurde. Die engagierte Katholikin, die wegen ihres resoluten Auftretens den Spitznamen "Hanna-Granate" trug, stand neun Jahre lang an der Spitze des Berliner Diözesanrates. In den 1970er Jahren war sie Mitglied des Präsidiums der Würzburger Synode. (fxn)

15. 4. 2016, 9.12 Uhr: ergänzt um Würdigung durch das ZdK

Linktipp: Resolut und sensibel

Freund wie Feind nannten sie "Hanna-Granate" - wegen ihres charmant-resoluten Auftretens. Und sie konnte darüber schmunzeln. Stets Respekt und oft Sympathie brachten selbst Gegner Hanna-Renate Laurien entgegen. Am 12. März 2010 starb sie.

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