Ein Vermögen von rund 580 Millionen Euro
Das Erzbistum Berlin verzeichnet ein steigendes Vermögen. Wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht für 2014 hervorgeht, belief sich das Gesamtvermögen damals auf 579,9 Millionen Euro, das waren 50,3 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
Mehr als die Hälfte davon - nämlich 335,9 Millionen Euro - entfallen auf Rückstellungen, hauptsächlich für Pensionen (260,6 Millionen Euro). Das Eigenkapital betrug knapp 204 Millionen Euro. Dabei ist der Sachwert von Grundstücken und Gebäuden mit 137,4 Millionen Euro angesetzt. Im Blick auf die Verbindlichkeiten heißt es, seit 2003, dem Jahr der Finanzkrise des Erzbistums, seien dessen Bankverbindlichkeiten - auch mit Hilfe der anderen deutschen (Erz-)Bistümer - von 114,3 Millionen Euro auf 6,6 Millionen Euro abgebaut worden.
Personalkosten stellen größten Posten dar
Im Bistumshaushalt von 2014 listet der Bericht Einnahmen von 242,7 Millionen Euro auf, davon 114,6 Millionen Euro aus Kirchensteuern und 4,5 Millionen Euro an Staatsleistungen. Auf der Ausgabenseite machten die Personalkosten mit 97,2 Millionen Euro den größten Posten aus.
Der Geschäftsbericht ist zusammen mit dem Jahresbericht 2014 erschienen und auf der Homepage des Erzbistums abrufbar. Im Erzbistum leben gegenwärtig mehr 409.000 Katholiken in Berlin, Brandenburg und Vorpommern. Finanzdezernent Bernd Jünemann erklärte in dem Geschäftsbericht, das Erzbistum müsse auch in dem kommenden Jahren Rückstellungen für die Ruhestandsbezüge seiner Mitarbeiter bilden. Er begründete dies mit den anhaltend niedrigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt. (KNA)
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