Engagiert für das Leben
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, rief Christen zu mehr gesellschaftlichem Engagement auf. Gerade weil in Deutschland die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgehe, müsse sich jeder einzelne fragen, was er für Arme und sozial Schwache tun könne. "In besonderer Weise fordert uns seit seinem Amtsantritt dazu Papst Franziskus auf", so Zollitsch.
Der badische evangelische Landesbischof Ulrich Fischer betonte, in einer Zeit fortschreitender Pluralisierung und Individualisierung brauche es die verbindende Gestaltungskraft der Kirchen: Den Zusammenhalt einer Stadt gestalten, könne nur gelingen, wenn die religiösen Ressourcen genutzt würden und das Zusammenleben von Menschen auch als geistliche Aufgabe verstanden werde.
Die jährliche "Woche für das Leben" ist eine Aktion der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland. Mit ihr treten sie ein für den Schutz menschlichen Lebens. Begründet wurde die Aktionswoche von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). 1994 schloss sich der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. (KNA)