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Bistum Limburg verabschiedet seinen Übergangsverwalter

Er gab dem Bischofsamt neue Glaubwürdigkeit

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Limburg - Als "Apostolischer Administrator" hatte er alle Rechte und Pflichten eines Diözesanbischofs. Manfred Grothe war derjenige, der nach dem Rücktritt Tebartz-van Elsts in Limburg aufräumte. Nun hat er sich verabschiedet.

Das Bistum Limburg hat sich am Sonntag feierlich von seinem ehemaligen Übergangsverwalter Weihbischof Manfred Grothe verabschiedet und ihm für seinen Dienst gedankt. Zum Auftakt eines Gottesdienstes im Dom zu Limburg sprach der neue Limburger Bischof Georg Bätzing Grothe seine "höchste Hochachtung und äußerste Wertschätzung" aus. Er gab bekannt, dass er den 77-Jährigen auf Bitten des Domkapitels zum Limburger Ehrendomherrn ernannt habe.

Alle Rechte und Pflichten eines Diözesanbischofs

Papst Franziskus hatte Grothe am 26. März 2014 als dem Tag der Annahme des Verzichts von Franz-Peter Tebartz-van Elst auf sein Limburger Bischofsamt zum Apostolischen Administrator für das Bistum ernannt. Damit kamen Grothe, der damals Weihbischof des Erzbistums Paderborn war, alle Rechte und Pflichten eines Diözesanbischofs zu. Der Papst wies seinerzeit darauf hin, dass es im Bistum Limburg zu einer Situation gekommen sei, die eine fruchtbare Ausübung des bischöflichen Amtes verhindere. Grothes Zeit als Apostolischer Administrator endete zweieinhalb Jahre später mit der Amtseinführung Bätzings als Bischof von Limburg am 18. September.

In dem mit über 500 Gottesdienstteilnehmern vollbesetzten Dom sagte Bätzing, die Limburger und die ganze deutsche Kirche hätten allen Grund, Grothe für seinen Dienst in Limburg von Herzen zu danken. Er entdecke jeden Tag neu, so Bätzing, was Grothe und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "unter den schwierigen Bedingungen irritierten Vertrauens, tiefgreifender Verwundungen und massiv gestörter Glaubwürdigkeit des bischöfliches Amtes" geleistet hätten. Grothe habe dem bischöflichen Amt zu neuer Glaubwürdigkeit verholfen und in Zusammenarbeit mit den Gläubigen im Bistum den angestrebten Prozess der Heilung und Neuausrichtung ermöglicht.

Autoritäre Amtsführung und Finanzgebaren

Zum Rücktritt von Tebartz-van Elst als Bischof von Limburg hatte neben einer von vielen als autoritär empfundenen Amtsführung eine Empörungswelle über dessen Finanzgebaren im Zusammenhang mit der Errichtung des 31 Millionen Euro teuren Bischofshauses auf dem Domberg zu Limburg geführt. Mit der Annahme des Amtsverzichts von Tebartz-van Elst und Grothes Berufung zum Übergangsverwalter hatte der Papst die Bitte verbunden, das Bistum möge zu einem "Klima der Barmherzigkeit und Versöhnung" zurückfinden.

Grothe, der im ostwestfälischen Warburg geboren wurde, empfing 1967 die Priester- und 2004 die Bischofsweihe. Im Sommer vergangenen Jahres hatte der Papst Grothes altersbedingte Bitte um Entpflichtung von seinen Aufgaben als Paderborner Weihbischof angenommen. (KNA)

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