Erneut Feuer im Kloster Himmerod
Im traditionsreichen Kloster Himmerod in der Eifel hat es gebrannt. Wie der "Trierische Volksfreund" berichtet, kam es in der ehemaligen Zisterzienserabtei am Mittwochmorgen zu einem Zimmerbrand, der auch auf den Dachstuhl des betroffenen Gebäudes übergegriffen habe. Mehrere Feuerwehren der Region waren den Angaben zufolge mit 79 Einsatzkräften im Einsatz, um den Brand zu löschen. Verletzt wurde durch das Feuer niemand, der Sachschaden wird laut einem anderen Medienbericht jedoch auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.
"Der Brand in dem Zimmer hat verursacht, dass der ganze südliche Teil des Klostergebäudes verqualmt wurde", sagte Heiko Ensch, stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, gegenüber dem "Trierischen Volksfreund". Die Gefahr, dass sich das Feuer noch weiter auf den Dachstuhl ausbreite, sei aber von den Einsatzkräften verhindert worden. Inzwischen hat die Kriminalpolizei Wittlich laut dem Bericht die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Zweiter Brand innerhalb von drei Jahren
Bereits im Juli 2017 war in dem Kloster ein Feuer ausgebrochen. Damals zerstörte der Brand große Teile der Abteikirche, die danach notwendige Sanierung kostete rund zwei Millionen Euro. Unter anderem mussten damals das Kircheninnere sowie die Orgel komplett von Ruß gereinigt werden.
Das Zisterzienserkloster Himmerod wurde 1134 vom heiligen Bernhard von Clairvaux gegründet. Nach der Säkularisation wurde die Abtei fast vollständig zerstört und Anfang des 20. Jahrhunderts nach barockem Vorbild neu errichtet. 2011 musste Himmerod aufgrund hoher Verluste der Wirtschaftsbetriebe Insolvenz anmelden; diese konnte damals aber mit Hilfe eines Sanierungsplans abgewendet werden. Im Oktober 2017 wurde dann jedoch aufgrund der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Situation und des fehlenden Nachwuchses die Auflösung der Abtei beschlossen. Inzwischen befindet sich das Kloster im Besitz des Bistums Trier. (stz)