Erneut Gipfelkreuz beschädigt
Das vor gut drei Wochen am 2.102 Meter hohen Schafreiter im Vorkarwendel aufgestellte neue Gipfelkreuz ist wiederum angesägt worden. Das bestätigte am Dienstag ein Sprecher der Polizei in Bad Tölz. Aufgefallen sei die Beschädigung am Sonntag. Die Beamten vermuten einen "Trittbrettfahrer", da der Täter eher dilettantisch vorgegangen sei. Deshalb dürfte das Kreuz auch repariert werden können. Die Höhe des Schadens ist noch unklar.
"Ich bin einfach nur traurig"
Bereits am letzten Augustwochenende hatte ein Unbekannter den fünf Meter langen Längsbalken des zuvor dort aufgestellten Eichenkreuzes mit einer Axt und einer Säge bearbeitet. Es war der dritte Fall dieser Art seit Pfingsten im Tölzer Raum. Anders als in den vorausgegangen Fällen habe der Täter sein Werk nicht vollendet. Dennoch war das Kreuz so stark beschädigt, dass es umlegt werden musste. Der Schaden wurde auf 5.000 Euro beziffert.
In der "Süddeutschen Zeitung" wird der Vorsitzende der Tölzer Alpenvereinssektion, Paul Schenk, zu dem erneuten Anschlag auf das Kreuz mit den Worten zitiert: "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach nur traurig." Er müsse nun mit den Sektionsmitgliedern erst einmal klären, wie es weitergeht.
Das Kreuz auf dem Schafreiter war 2003 aufgestellt worden. Eine Privatinitiative hatte sich dafür eingesetzt, nachdem das Vorgängerkreuz 2002 vom Blitz getroffen worden war. (gho/KNA)
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