Erzbischof Heße: Nächstenliebe ist nicht teilbar
"Vergleichen kann man da nicht, sonst kommt man in ethisches Grenzgebiet." Nächstenliebe sei auch nicht teilbar, betonte der Bischof weiter: "Natürlich nicht. Ich fände es komisch zu sagen: So, ich habe jetzt zehn Minuten Zeit, und da sind fünf Bedürftige, und jeder kriegt zwei Minuten. Das ist ein Rechenmodell. Aber so ist ja nicht das Leben."
Statt Bettlern Geld zu geben, sei oft auch ein Gespräch die sinnvollere Art der Zuwendung, indem man Menschen in Not Zeit und Aufmerksamkeit schenke. Wenn man aber Geld gebe, sei eines wichtig, so Heße: "Die Frage, was der Einzelne jetzt mit dem Geld macht, ist keine Frage des Spenders, sondern des Empfängers." (KNA)
Nächstenliebe, was ist das eigentlich? Ein Ergebnis der Tat, schreibt Björn Odendahl und fasst damit zusammen, was die Menschen in unseren Geschichten geleistet haben. Sie sind über sich hinausgewachsen und haben eigene Nachteile in Kauf genommen. Für ihre Nächsten.