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Hamburger Erzbischof ruft zur Sorge für Notleidende auf

Erzbischof Heße: Nächstenliebe ist nicht teilbar

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Erzbischof Heße spricht mit Flüchtlingen
Hamburg - Man kann nicht jedem notleidenden Menschen gerecht werden, sagt Hamburgs Erzbischof Stefan Heße. Wichtig sei, dass man überhaupt hilft - und Bettlern nicht nur ein wenig Geld schenkt.

"Vergleichen kann man da nicht, sonst kommt man in ethisches Grenzgebiet." Nächstenliebe sei auch nicht teilbar, betonte der Bischof weiter: "Natürlich nicht. Ich fände es komisch zu sagen: So, ich habe jetzt zehn Minuten Zeit, und da sind fünf Bedürftige, und jeder kriegt zwei Minuten. Das ist ein Rechenmodell. Aber so ist ja nicht das Leben."

Statt Bettlern Geld zu geben, sei oft auch ein Gespräch die sinnvollere Art der Zuwendung, indem man Menschen in Not Zeit und Aufmerksamkeit schenke. Wenn man aber Geld gebe, sei eines wichtig, so Heße: "Die Frage, was der Einzelne jetzt mit dem Geld macht, ist keine Frage des Spenders, sondern des Empfängers." (KNA)

Dossier Nächstenliebe: Unglaubliche Geschichten

Nächstenliebe, was ist das eigentlich? Ein Ergebnis der Tat, schreibt Björn Odendahl und fasst damit zusammen, was die Menschen in unseren Geschichten geleistet haben. Sie sind über sich hinausgewachsen und haben eigene Nachteile in Kauf genommen. Für ihre Nächsten.

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