Erzbischof Schick: Ständiger Diakonat ist Schatz in der Kirche
Der Ständige Diakonat ist nach den Worten des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick eine "wichtige Gabe an die Kirche im 20. Jahrhundert und für alle Zukunft". Dass das Zweite Vatikanische Konzil die Möglichkeit geschaffen habe, verheiratete und unverheiratete Männer zu Ständigen Diakonen zu weihen, sei ein "wiedergefundener Schatz in der Kirche", sagte Schick am Samstag in einem Festgottesdienst zum Thema 50 Jahre Ständiger Diakonat im Erzbistum Bamberg. Der Ständige Diakonat, der schon in der Urkirche bestanden habe, sei im Laufe der Geschichte verloren gegangen und damit viel Wertvolles verdrängt worden.
Die Diakone seien nicht nur in der Seelsorge und Verkündigung wichtig, sondern auch, um den Bereich der Caritas lebendig zu halten, so der Erzbischof weiter. "Für alle in der Kirche gilt: Wir dürfen nicht herrschen wollen, sondern dienen mit den Gaben, die jeder von Jesus Christus empfangen hat." Die erste Weihe eines Ständigen Diakons jährte sich in Bamberg bereits im vergangenen Jahr. Die Feier wurde aufgrund der Pandemie jedoch verschoben.
Über 50 Ständige Diakone in der Diözese
Aktuell gibt es laut der Mitteilung 54 Ständige Diakone im Erzbistum Bamberg. Davon sind 19 als Diakone im Hauptberuf tätig, 8 als Diakone mit Zivilberuf, sie üben also weiter einen anderen Beruf aus. 20 Diakone mit Hauptberuf und 7 Diakone mit Zivilberuf seien im Ruhestand. Elf weitere Männer befänden sich aktuell in der Ausbildung.
Für den Dienst als Ständiger Diakon kommt infrage, wer sich bereits in Kirche und Berufswelt und als Verheirateter in Ehe und Familie bewährt hat. Die Ausbildung zum Ständigen Diakon dauert in der Regel vier Jahre und ist berufsbegleitend. Das Alter der Kandidaten soll zum Zeitpunkt der Weihe zwischen 35 und 55 Jahren liegen. Bei einem verheirateten Bewerber muss die Ehefrau zustimmen. Unverheiratete Bewerber versprechen den Zölibat. (KNA)