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Informationskampagne gestartet

Erzbistum Bamberg zeigt, wofür die Kirchensteuer verwendet wird

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Bamberg - Mit der Kampagne "Kirchensteuer bewegt" will das Erzbistum Bamberg transparent machen, welche kirchlichen Angebote mit der Steuer finanziert werden.

Was geschieht eigentlich mit der Kirchensteuer? Wie viel davon fließt in die Seelsorge vor Ort, wie viel in Bildung, Kultur und soziale Einrichtungen? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt das Erzbistum Bamberg mit seiner neuen Informationskampagne "Kirchensteuer bewegt", wie es am Mittwoch mitteilte. Die Internetseite kirchensteuer-bewegt.de zeige anhand konkreter Beispiele, wie Kirchensteuermittel verwendet und welche Angebote und Einrichtungen damit finanziert würden. Ab kommendem Jahr sei zudem eine Briefbeilage zum persönlichen Kirchensteuerbescheid geplant.

Was passiert mit 100 Euro Kirchensteuer?

Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein Aufschlüsselung der Ausgaben im Bistumshaushalt am Beispiel von 100 Euro Kirchensteuer. 2026 fließen davon den Angaben zufolge 30,90 Euro in die Kirche vor Ort und 20,40 Euro in Bildung und Kultur. 9,40 Euro kämen sozialen Diensten zugute und 4,20 Euro würden für gesamtkirchliche Aufgaben wie zum Beispiel kirchliche Hilfswerke bereitgestellt. Zu den verschiedenen Verwendungszwecken werden auf der Internetseite konkrete Beispiele genannt und Menschen hinter den Projekten vorgestellt. Darüber hinaus werden organisatorische und rechtliche Fragen beantwortet.

Finanzdirektor Mathias Vetter betonte, dass das Erzbistum seit langem die Haushaltspläne sowie in Finanzberichten die Jahresabschlüsse veröffentlicht. Diese seien jedoch viele Seiten lang und recht komplex. "Deshalb erachten wir es als sinnvollen Schritt, unsere Ausgaben, die zu einem wesentlichen Teil aus Kirchensteuern finanziert werden, vereinfacht und trotzdem nachvollziehbar darzustellen", so Vetter.

"Wichtiger Beitrag für das kirchliche und gesellschaftliche Leben"

Insgesamt soll nach Angaben des Erzbistums deutlich werden, welche Bedeutung die Kirchensteuer über die Finanzierung kirchlicher Strukturen hinaus hat. "Viele Menschen wissen gar nicht, was mit ihrer Kirchensteuer alles ermöglicht wird", so Generalvikar Georg Kestel. Beispielhaft nannte er die Krankenhaus- und Hospizseelsorge, kirchliche Schulen oder die Caritas-Jugendhilfe. "Kirchensteuer finanziert nicht nur Seelsorge und kirchliche Einrichtungen, sondern unterstützt auch zahlreiche Angebote in Bildung, Kultur und im sozialen Bereich. Davon profitieren Menschen weit über die katholische Kirche hinaus."

Die Kampagne wolle deshalb nicht nur Zahlen vermitteln, sondern auch zeigen, was hinter ihnen stecke. "Wer Kirchensteuer zahlt, leistet einen wichtigen Beitrag für das kirchliche und gesellschaftliche Leben. Wir möchten sichtbar machen, was dadurch möglich wird", so Kestel.

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