Evangelische Kirche plant ökumenisches Gedenken
Es gelte, den Jahrestag so zu begehen, dass evangelische und katholische Kirche die Verletzungen der Vergangenheit ansprechen und einander vergeben könnten, so der bayrische Landesbischof. Dies werde in einem großen Gottesdienst passieren, "wo wir Heilung von Gott erbitten wollen für die Wunden, die wir uns gegenseitig zugefügt haben". Der EKD-Ratsvorsitzende fügte hinzu: "Das alles und vieles mehr lässt mich mit großer ökumenischer Hoffnung auf dieses Jahr 2017 zugehen."
Zu Beginn der Karwoche hob Bedford-Strohm zudem die Bedeutung von Ostern als Fest des Friedens hervor. "Die Osterbotschaft gibt mir die tiefe Überzeugung, dass die Gewalt am Ende nicht das letzte Wort hat", sagte der Landesbischof. "Das ist in einer Zeit, in der wir so viel Terror, Gewalt und Hoffnungslosigkeit in der Welt erleben, mehr denn je eine starke und kraftvolle Botschaft."
Die Kirche müsse immer wieder Auskunft geben über das, was Karfreitag und Ostern bedeuteten, so Bedford-Strohm weiter. "Der christliche Glaube bringt gerade diese beiden Aspekte des Lebens so überzeugend zusammen: auf der einen Seite das Leiden, die Hoffnungslosigkeit, die Gewalt, die Verzweiflung, die Abgründigkeit des menschlichen Daseins - und gleichzeitig aber auch die Hoffnung. Das ist der Spannungsbogen zwischen Karfreitag und Ostern." (stz/KNA)
Wie am Montag bekannt wurde, wollen evangelische und katholische Kirche im Jahr 2017 gemeinsam der Reformation vor 500 Jahren gedenken. Zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen zählt auch ein Gottesdienst mit gegenseitigen Versöhnungsgesten.