Fakten, Praxis, Perspektiven
In fast 70 Beiträgen erörtern über 40 Autoren die Herausforderungen im Spannungsverhältnis Kommunikation, Öffentlichkeit und Kirche im 21. Jahrhundert. Ebenso präsentieren sie verschiedene kirchliche Betätigungsfelder in der Medienarbeit und stellen einzelnen Initiativen vor.
Für Bischof Fürst, der auch Herausgebers des Buches ist, macht das Werk sichtbar, wie vielfältig die Medienarbeit der Kirche ist. "Die katholische Kirche hat im Mediengebiet viel mehr zu bieten, als man denkt", sagte der Vorsitzende der publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz.
Der Intendant des deutschen Auslandssenders, Erik Bettermann, bezeichnete das Handbuch als "viel mehr als ein Lexikon". Neben tiefen Einblicken in das "Innenleben des Medienplayers" katholische Kirche bietet das Werk "Denkanstöße über das Verhältnis von Gott und der Welt", so der Deutsche-Welle-Chef weiter. Die Kirche sollte sich seiner Ansicht nach mit ihrer Botschaft in der modernen Medienwelt nicht verstecken. Menschenrechte und abendländische Kultur fußten auf christlichen Werten.
Bettermann zufolge müsse die Kirche, wie andere Institutionen auch, immer wieder neue Formen der Ansprache, der Kommunikation und des Dialoges suchen. Fürst ergänzte, dass es für die Kirche in der heutigen Zeit eine große Herausforderung sei, dass die "Essenz des christlichen Glaubens" nicht verloren gehe. Die Botschaft der Kirche sei keine, die nach den Wünschen und Ansprüchen der Menschen "umgestylt" werden könne.
Ebenso äußerte der Medienbischof seinen Wunsch nach einem positiven Verhältnis der katholischen Kirche zur Medienwelt. Dazu gehöre auch ein offenes Diskussionsklima im Innern der Kirche, betonte Fürst. Verlautbarungsjournalismus habe keine Zukunft. (meu/KNA)
Gebhard Fürst (Hrsg.): Katholisches Medienhandbuch: Fakten - Praxis - Perspektiven. Verlag Butzon __amp__ Bercker Kevelaer 2013. 29,95 Euro. ISBN: 3766616714.