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Mehrere tausend Tamilen bei Wallfahrt in Kevelaer

Fern der Heimat

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Kevelaer ist einer der bekanntesten Wallfahrtsorte in Deutschland.
Kevelaer - Mehrere tausend Menschen haben am Samstag an der Wallfahrt der Tamilen im niederrheinischen Marienwallfahrtsort Kevelaer teilgenommen. Bei der inzwischen 26. Wallfahrt reisten katholische und hinduistische Gläubige aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Dänemark und Großbritannien zur Marienverehrung am Gnadenbild der "Trösterin der Betrübten" an.

Nach Angaben der Wallfahrtsleitung beteiligten sich sowohl christliche als auch hinduistische Tamilen. Für die Tamilen, die vor dem Bürgerkrieg in ihrem Heimatland Sri Lanka ins Ausland flohen, sei die Wallfahrt inzwischen Höhepunkt des Jahres und ähnlich wichtig wie der Marienwallfahrtsort Madhu in ihrer Heimat. In Deutschland gibt es rund 45 regionale Tamilengemeinden.

Gedenken der toten Landsleute

Traditionell gedenken die Tamilen in Kevelaer ihrer bis zu 100.000 Landsleute, die im Bürgerkrieg in Sri Lanka ums Leben kamen. Der ethnische Konflikt war ausgebrochen, weil sich die tamilische Minderheit im Norden von der buddhistisch-singhalesischen Mehrheit unterdrückt fühlte. Etwa 80 Prozent der Tamilen auf Sri Lanka sind Hindus. Eine Minderheit gehört jeweils dem Christentum und dem Islam an.

Kevelaer ist nach dem bayerischen Altötting der größte katholische Wallfahrtsort in Deutschland. Jährlich kommen rund 800.000 Pilger zu dem Ort. Die Wallfahrt geht auf eine Marienerscheinung während des Dreißigjährigen Krieges 1641 zurück. (KNA)

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