Fit für die Zukunft
Mit Unterstützung der in Osnabrück ansässigen Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wurde für rund drei Millionen Euro das Pfarrheim in das Kirchenschiff integriert und für den verkleinerten Sakralraum mit nunmehr 270 statt bislang 700 Plätzen ein neues Architektur-, Klang-, Lichtkonzept entwickelt, wie es hieß. Zur innovativen Bereitstellung von Energie soll unter anderem eine in der Nachbarschaft geplante Geothermie-Anlage mitgenutzt werden.
Von besonderer Bedeutung sei die Renovierung der im norddeutschen Raum einmaligen Decken- und Wandmalereien gewesen, hieß es. Die Künstler Albert Emminghaus (1870-1932) und Bernhard Riepe (1896-1968) hatten die Fresken nach Entwürfen von Augustin Pacher (1863-1926) zwischen 1932 und 1942 angebracht. Zur Wahrung der denkmalgeschützten Kunstwerke haben Wissenschaftler der Technischen Universität Stuttgart und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim ein spezielles Heiz- und Belüftungs-Konzept entwickelt. Unter anderem solle eine automatische Fensterlüftung im Innenraum das Klima stabilisieren.
"Werktagskapelle" hinter dem Hochaltar
Im neu gestalteten Altarbereich entstand hinter dem Hochaltar eine "Werktagskapelle", in der künftig während der Woche die Gottesdienste gefeiert werden. Zudem wurde der Sakralraum mit seinen denkmalgeschützten Wandmalereien neu ausgeleuchtet und die Orgel von der Nordseite an die Westwand versetzt. Das zu einer "Gläsernen Orgel" umgebaute Instrument solle künftig für orgelpädagogische Aktionen, Führungen und Konzerte genutzt werden. Im neuen zweistöckigen Gemeindehaus, das als "Haus im Haus" in die Kirche gesetzt wurde, befinden sich im Erdgeschoss eine Küche und ein Saal und im ersten Stock, der auch mit einem Aufzug zu erreichen ist, Gruppenräume. Die Wiedereröffnung der zwischen 1913 und 1917 erbauten Kirche feiert die Gemeinde mit einer Festwoche mit kunsthistorischen Führungen, Orgel- und Chorkonzerten. (KNA)
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