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Freiburger Diözesanversammlung berät über Zukunft der Kirche

Frauen sind weiter Thema

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Erzbischof Robert Zollitsch spricht vom Podium der Freiburger Diözesanversammlung
Karlsruhe - Mit Beratungen über die Rolle von Frauen in der katholischen Kirche und dem Appell zu mehr Ökumene und einer größeren Beteiligung der Kirchenbasis bei Leitungsentscheidungen hat die zweite Diözesanversammlung des Erzbistums Freiburg begonnen. In der Karlsruher Kirche Sankt Stephan kamen am Samstag rund 270 Katholiken, Laien und Priester, hauptamtliche Kirchenmitarbeiter und ehrenamtlich Engagierte, Delegierte von diözesanen Räten, Jugendverbänden, Caritas und Theologie zusammen.

"An der Frage, wie wir Macht und Verantwortung in der Kirche neu verteilen, entscheidet sich unsere Glaubwürdigkeit und Zukunftsfähigkeit", sagte die Vorsitzende des Diözesanrats Martina Kastner. Mehrere Rednerinnen und Redner appellierten eindringlich, Frauen zu Diakoninnen zu weihen. Ein Großteil der kirchlichen Arbeit vor Ort werde von Frauen geleistet, deshalb dürften Frauen nicht von Leitungsämtern ausgeschlossen sein. "Frauen als Diakoninnen zu beauftragen, macht mir keine Angst, sondern Hoffnung", so der Freiburger Theologe Klaus Baumann.

Keine Priesterinnen

Erzbischof Robert Zollitsch sagte zu, sich für mehr synodale Elemente in der Kirche einzusetzen. "Wir werden den Weg des Dialogs weitergehen." Eine Weihe von Frauen zu Priestern lehne er aus "theologischen und ekklesiologischen" Gründen ab. "In Richtung eines Diakoninnenamtes aber müssen wir weiter forschen und arbeiten."

Die Versammlung ist kein Kirchenparlament und kann keine verbindlichen Entscheidungen treffen. Bundesweit sind in mehreren Bistümern ähnliche Versammlungen geplant. Im Bistum Trier hat zuletzt eine auf zwei Jahre angelegte Diözesansynode zu kirchlichen Zukunftsfragen begonnen. Derzeit wird in Freiburg ein Nachfolger für Robert Zollitsch gesucht. (KNA)

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