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Temperabilder mit Passionsszenen in Deutschordenskirche präsentiert

Frühgotische Malereien in Frankfurter Kirche freigelegt

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Frankfurt/Main - Passions- und Auferstehungsszenen aus dem 14. Jahrhundert kamen bei der Restaurierung in der Deutschordenskirche in Frankfurt zutage. Am Sonntag wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt.

Spezialisten des hessischen Landesdenkmalamtes haben in der Deutschordenskirche in Frankfurt seltene Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert freigelegt. Die frühgotischen Temperabilder waren in der Vergangenheit mehrfach übermalt worden und daher zuletzt kaum mehr zu erkennen gewesen. Sie zeigen Szenen aus der Leidens- und Auferstehungsgeschichte Christi.

Restaurierungsleiterin Christine Kenner bezeichnete die Bilder bei einer ersten Präsentation am Sonntag als einzigartig. Die Restaurierung kostete nach Angaben des Denkmalamtes rund 42.000 Euro und dauerte knapp ein halbes Jahr. "Es war nicht zu erwarten, dass unter den Übermalungen noch das Original vorhanden war", sagte Restauratorin Birgit Schwieder.

Frei erfundene Gesichter aus den 60er Jahren entfernt

Rund 800 Stunden arbeitete sie an der Freilegung der Werke. Dabei wurden unter anderem Schichten einer früheren Restaurierung aus den 1960er Jahren entfernt, bei der den Heiligenfiguren frei erfundene Gesichter aufgemalt wurden. Die über einem Nebenaltar angebrachten Gemälde seien damit wieder nahezu in ihren Ursprungszustand versetzt worden, erklärte der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege, Markus Harzenetter.

Die katholische Deutschordenskirche steht seit 1221 im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Im Konvent nebenan befindet sich das Noviziat des Deutschen Ordens. Der um 1325 geschaffene Passions­zyklus ist einer der ältesten Frankfurts. (luk/dpa)

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