"Glauben erneuern"
Zum Liborifest kommen rund eine Million Besucher nach Paderborn. Bis zum 4. August finden Gottesdienste, Info- und Kulturveranstaltungen sowie ein Volksfest statt. Aus Anlass des Liborifestes ist auch die große Ausstellung "CREDO - Christianisierung Europas im Mittelalter" in drei Museen der Stadt zu sehen. Sie war am Freitag von Bundespräsident Joachim Gauck mit einem Festakt im Dom eröffnet worden.
Erzbischof Becker hatte das Fest in diesem Jahr unter das Motto "Libori im Jahr des Glaubens. Heute Zeuge des Glaubens sein" gestellt. Damit solle es sich einreihen in das von Papst Benedikt XVI. ausgerufene und unter Papst Franziskus fortgesetzte Jahr des Glaubens. In seiner kurzen Ansprache forderte Becker die Mitfeiernden auf, das Liborifest und seine spirituelle Ausstrahlung zu einer Erneuerung des Glaubens zu nutzen. Es biete Gelegenheit, "sich wieder neu auf Jesus Christus als die Mitte unseres Lebens auszurichten".
Der heilige Liborius als Glaubensvorbild
Viele Menschen kämen in diesen Tagen als Pilger nach Paderborn, um sich in der Gemeinschaft mit Gott und den Mitchristen stärken zu lassen. Der heilige Liborius stehe in diesen Tagen als Glaubensvorbild vor ihren Augen, so der Erzbischof.
Am Sonntagmorgen steht nach der Reliquienerhebung als zweiter Höhepunkt der Feierlichkeiten ein Festgottesdienst in der Kathedrale auf dem Programm. Becker feiert ihn mit allen angereisten Bischöfen.
Darunter sind neben dem Freiburger Erzbischof Zollitsch, der Bischof des französischen Partnerbistums Le Mans, Yves Le Saux, der polnische Episkopatsvorsitzende und Erzbischof von Przemysl, Jozef Michalik und der kroatische Erzbischof Zelimir Puljic aus Zadar.
Seinen Ursprung hat das Liborifest im Jahr 836. Damals wurden die Gebeine Liborius' von Le Mans nach Paderborn überführt. Daraus entstand eine der ältesten Städtepartnerschaften. (KNA)