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Kardinal Lehmann für Austausch der Theologie mit anderen Wissenschaften

Glauben für Gegenwart dialogfähig machen

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Münster - Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hat die Bedeutung eines Austauschs der Theologie mit anderen Wissenschaften hervorgehoben. Glaube neige dazu, sich in seiner Einzigartigkeit abzuschließen, sagte er am Sonntag in Münster.

Weil die christliche Botschaft im Kontext der konkreten Welt stehe, verstehe es sich von selbst, dass die Theologie stets im Gespräch mit ihren Nachbarwissenschaften sei, sagte der Bischof. Es gehöre zur Pflicht der Theologie, sich auch dann der geistigen Herausforderung einer Zeit anzunehmen, wenn sie sich Fragen aussetzen müsse, die für sie selbst gefährlich seien. Sie solle sich von Kant, Nietzsche, dem Marxismus, von der Psychoanalyse oder der Soziologie "auf Leben und Tod zur Bewährung ihres eigenen Anspruchs provozieren lassen".

Dies ist nach den Worten Lehmanns "etwas ganz anderes als ein modisches und kurzlebiges Sichanpassen an verschiedene Trends", denen auch die wissenschaftliche Theologe nicht zuletzt aufgrund der Macht der Medien ausgesetzt bleibe. - Der Kardinal äußerte sich beim Katholisch-Theologischen Fakultätentag in Münster über das Verhältnis von Theologie und Kirche. (KNA)

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