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Strategien seien bekannt

Haslbeck: Wissen um Missbrauch in Orden ruft nach Konsequenzen

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Eine Ordensfrau betet
Freiburg - In einer Studie hat die Theologin Barbara Haslbeck Risikofaktoren für Missbrauch an Ordensfrauen herausgearbeitet. Neben der dringend notwendigen Aufarbeitung gehe es auch um Prävention.

Die Regensburger Theologin Barbara Haslbeck hat Konsequenzen aus den Erkenntnissen zu Missbrauch in Ordensgemeinschaften gefordert. "Die Strategien der Tatpersonen und der systemische Nährboden sind bekannt. Dieses Wissen ruft nach Konsequenzen", schreibt sie in einem Gastbeitrag für die "Herder Korrespondenz" (März-Ausgabe). Neben der dringend notwendigen Aufarbeitung gehe es dabei auch um Prävention.

"Die sensible Phase der Einführung in eine Gemeinschaft und das Setting der geistlichen Begleitung benötigen klare Regelungen", erklärte die Theologin. Zudem müssten Abhängigkeiten transparent dargestellt und begrenzt werden. Leitungsverantwortliche in den Ordensgemeinschaften bräuchten zudem fachliche Kompetenzen, um adäquat handeln zu können.

Haslbeck hat im vergangenen Jahr eine Pionierstudie zu sexuellem Missbrauch an Ordensfrauen veröffentlicht. Dazu hatte sie Interviews mit 15 betroffenen Frauen geführt. In ihrer Studie führt die Theologin vor allem die geistliche Begleitung als Risikoort für sexuellen Missbrauch an Ordensfrauen an. So sei es besonders dann gefährlich, wenn Leitungsverantwortliche ihre Rolle und geistliche Macht nutzten, um Missbrauch anzubahnen und zu legitimieren. (cbr)

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