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Hamburger Erzbischof schreibt an Polizei und Feuerwehr

Heße dankt Einsatzkräften nach G20-Gipfel

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Der Erzbischof von Hamburg, Stefan Heße.
Hamburg - Nach den schweren Ausschreitungen bei G20 hat Hamburgs Erzbischof den Polizisten und Feuerwehrleuten für ihren Einsatz gedankt. Eine aktuelle Entwicklung in der Stadt nimmt er mit Erleichterung wahr.

Der Hamburger katholische Erzbischof Stefan Heße hat den Polizisten, Feuerwehrleuten und Hilfskräften für ihren Dienst während des G20-Gipfels in Hamburg gedankt. Die Einsatzkräfte hätten alles getan, "was in ihren Kräften steht, um unsere Gäste und die Bürgerinnen und Bürger vor Angriffen zu schützen", schrieb Heße in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an den Hamburger Polizeipräsidenten Ralf Martin Meyer.

Heße: Polizisten haben ihr Leben eingesetzt

Der Erzbischof hob hervor, dass die Polizisten "in selbstloser Weise für uns ihre Gesundheit und ihr Leben eingesetzt" hätten. "Viele haben Verletzungen davongetragen. Ihnen und ihren Angehörigen gilt unser besonderes Mitgefühl." Den verletzten Einsatzkräften wünsche er eine schnelle und vollkommene Genesung.

In einem ähnlichen Schreiben an Oberbranddirektor Klaus Maurer dankte Heße auch den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. Die Pfarrer der katholischen Gemeinden im Erzbistum Hamburg bat der Erzbischof, den Einsatzkräften vor Ort seinen Dank zu übermitteln, die an den Einsätzen während des G20-Gipfels in Hamburg beteiligt waren.

Heße schrieb weiter, dass er die Welle der Solidarität für Polizei und Sicherheitskräfte, die zur Zeit durch Hamburg gehe, mit Erleichterung wahrnehme. Er spielte damit auf eine Aktion des "Hamburger Abendblatts" an, das dazu aufgerufen hatte, den 20.000 Polizisten für ihren Einsatz beim G20-Gipfel zu danken.

Kostenloses Konzert für Polizisten

Hotelketten bieten den eingesetzten Beamten nun Gratis-Übernachtungen, zahlreiche Einrichtungen gewähren freien Eintritt. Am Donnerstagabend findet ein kostenloses Konzert in der Elbphilharmonie für Polizisten aus dem gesamten Bundesgebiet und ihre Partner statt. "Das lässt mich hoffen, dass wir solche Bilder der Gewalt in Hamburg zukünftig nicht mehr sehen müssen", so Heße.

Auch die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs dankte den Einsatzkräften. In ihrem Brief an den Polizeipräsidenten schrieb sie, dass die körperlichen Wunden vermutlich schneller heilten als die seelischen Verletzungen. "Insgesamt werden die Ereignisse der vergangenen Tage die Politik, die Gesellschaft, aber auch uns als Kirche noch lange beschäftigen." Eine zentrale Frage sei für sie, "wie wir noch stärker als bisher gerade bei jungen Menschen für Gewaltfreiheit und zivile Konfliktlösungen werben können". (jhe/KNA)

13.07.2017, 18:20 Uhr: Ergänzt um den Absatz mit der evanglischen Bischöfin Fehrs. /jhe

Linktipp: "Mülleimer sein für den Frust"

Marc Meiritz war am Rande des G20-Gipfels in Hamburg als Polizeiseelsorger im Einsatz. Die erlebte Gewalt hat Spuren hinterlassen. Auch an Kirchenvertretern übt Meiritz in diesem Zusammenhang Kritik.

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