Hofmann fühlt sich verleumdet
Seine Aussage, Pfeiffer habe verbindliche Zusagen nicht eingehalten und sei nicht in der Lage gewesen, zeitnahe Informationen zur Vorgehensweise zu liefern, habe sich auf die Zeit nach Mitte Oktober 2011 bezogen.
Pfeiffer habe auf sich warten lassen
Detaillierte Anweisungen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachen (KFN) zur Durchführung hätten monatelang auf sich warten lassen, erklärte der Bischof. Der vom Bistum Würzburg beauftragte unabhängige Jurist habe deshalb seine Arbeit nicht beginnen können.
Zudem seien die Vereinbarungen zum Datenschutz im ursprünglichen Vertrag nicht ausreichend gewesen. Dies zeige die Tatsache, dass unmittelbar nach deren Bekanntgabe verschiedene Diözesen Bedenken geäußert hätten. Auch der Missbrauchsbeauftragte des Bistums Würzburg, der Strafrechtler Klaus Laubenthal, habe seine Einwände beim Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz geltend gemacht.
Ende der Zusammenarbeit war richtig
Pfeiffers Anschuldigungen zeigten ihm erneut, dass die Aufkündigung der Zusammenarbeit mit ihm und seinem Institut richtig gewesen sei, sagte Hofmann. Dies war Anfang Januar bekannt geworden. Als Grund für den Schritt hatten die deutschen Bischöfe das zerstörte Vertrauensverhältnis angegeben.
Der Bischof sagte auf Nachfrage, dass er schon vor dem Vertragsabschluss mit Pfeiffer Bedenken gehabt habe, "weil ich einiges gehört hatte". Letztlich sei es Sache des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz gewesen. An eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche werde aber weiter gedacht. (KNA)