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Generalsanierungen von Katholischer Universität geplant

Hoher Investitionsbedarf

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Gebäudefront mit einer dunklen Holztür in Eichstätt. Rechts vor dem Eingang hängt ein großes dunkelgrünes Schild mit der Bezeichnung "Katholische Universität Eichstätt".
Eichstätt - An der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) stehen Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe an. Wie Unikanzler Thomas Kleinert am Mittwoch ankündigte, müssen die fünf Kollegiengebäude in der Eichstätter Innenstadt generalsaniert werden. Die erste Kostenschätzung liege bei 22 Millionen Euro.

Spätestens 2016 solle damit begonnen werden, die Räume vom Brandschutz bis zur Barrierefreiheit auf den neuesten Stand zu bringen. Während der vier- bis fünfjährigen Bauzeit müsse der Hochschulbetrieb ausgelagert werden, notfalls auch in Container an der Altmühl.

KU-Interimspräsidentin Gabriele Gien begrüßte, dass der Münchner Kardinal Reinhard Marx eine finanzielle Stärkung der Forschung in Aussicht gestellt habe. Die Universität beabsichtige nicht, sich Forschungsvorhaben von der Kirche komplett bezahlen zu lassen, stellte sie klar. Vielmehr gehe es um eine Anschubfinanzierung, damit KU-Forscher ihrerseits Anträge zum Einwerben von Drittmitteln ausarbeiten könnten. Um sie dabei besser unterstützen zu können, wären eine Million Euro pro Jahr "eine gute Summe". Beschlossen sei dies aber noch nicht.

Erwartungen an Augsburger Weihbischof

Hohe Erwartungen hat die einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum auch an den vom kirchlichen Träger designierten künftigen Stiftungsratsvorsitzenden, den Augsburger Weihbischof Anton Losinger. Ein erstes Gespräch mit dem Präsidium sei für Dezember vereinbart, sagte Gien. Zugleich äußerte sie die Erwartung, dass der Weihbischof als hauptamtlicher Ansprechpartner häufiger und regelmäßiger an der Universität sein könne als es für Marx und dessen Stellvertreter, Generalvikar Peter Beer, in der Vergangenheit möglich gewesen sei.

Anton Losinger, Weihbischof von Augsburg.
Anton Losinger, Weihbischof von Augsburg.

Losingers Hauptrolle werde sein, die mit ihm in den Universitätsgremien besprochenen Dinge "fachkundig in die Bischofskonferenz einzubringen", sagte die Präsidentin. Außerdem könne er als promovierter Volkswirt die Verbindung zur Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Ingolstadt verbessern helfen.

Gien und ihre drei Vizepräsidenten stellten am Mittwoch die Agenda für ihre auf zwei Jahre befristete Amtszeit vor. Das Präsidium könne sich auf einen breiten Rückhalt unter Lehrenden und Studierenden stützen, betonte sie. Entlang des vor einem Jahr beschlossenen Hochschulentwicklungsplans sollen in den nächsten Monaten Maßnahmen zur Profilschärfung und interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte ausgearbeitet werden. Laut Vizepräsident Rudolf Fisch liegen dazu sieben Anträge vor. Inhaltlich gehe es unter anderem um Migration, Unternehmensethik und Nachhaltigkeit. Alle stünden jedoch unter dem Vorbehalt einer notwendigen Drittmittelfinanzierung.

Mehr Studenten an der KU als jemals zuvor

An der KU studieren seit Beginn des Wintersemesters 5.300 Menschen, so viele wie nie zuvor. KU-Kanzler Kleinert zeigte sich erfreut, dass die "Turbulenzen" des zu Ende gehenden Jahres mit einem vorzeitigen Rücktritt des Unipräsidenten und einer gescheiterten Neuwahl den Studien- und Lehrbetrieb nicht beeinträchtigt hätten. Mit der Einleitung des nächsten Wahlverfahrens hat es das Interimspräsidium nicht eilig. Dafür müssten zunächst Satzungsänderungen auf Seiten des Trägers abgewartet werden, hieß es. Ziel sei aber, die Stelle mit einjährigem Vorlauf auszuschreiben. Das wäre spätestens der 1. Oktober 2015.

Die KU wird von den sieben bayerischen Bistümern getragen, die zum laufenden Betrieb jährlich rund 14 Millionen Euro beisteuern. Ein Dreifaches dieser Summe bezahlt der Freistaat. Dazu kommen Drittmittel von aktuell rund 6 Millionen Euro. (KNA)

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