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Bisher noch 54

In Stuttgart schließen 13 katholische Kitas bis 2029

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Aus Pappe gebastelte Blumen hängen von der Decke in einer katholischen Kita.
Stuttgart - Noch führt die katholische Kirche in Stuttgart 54 Kindertagesstätten – doch das wird sich ändern. Von Schließungen betroffene Familien möchte man nicht allein lassen, heißt es. Doch wieso werden die Kitas dichtgemacht?

Die katholische Kirche in Stuttgart trennt sich in den kommenden drei Jahren von 13 Kindertagesstätten. Das teilte das katholische Stadtdekanat am Freitag mit. Eine Kita schließe im August 2027, acht Kitas im August 2028 und vier im August 2029.

Begründet wird der Beschluss des Stadtdekanatsrats mit anhaltend hohen Austrittszahlen, der demografischen Entwicklung, einer "verschlechterten städtischen Förderung" und einem "geringer werdenden Bedarf an Betreuungsplätzen". Gleichzeitig bleibe die katholische Kirche aber mit ihren verbleibenden 41 Kindertageseinrichtungen der drittgrößte Kita-Träger in Stuttgart.

Stadtdekan: "Nicht leichtfertig"

"Wir haben diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen", sagte Stuttgarts katholischer Stadtdekan Christian Hermes. Für die betroffenen Kinder, Familien und Mitarbeitenden solle der Übergang so verlässlich wie möglich gestaltet werden. Familien, deren Kinder zum Zeitpunkt der Schließung noch nicht in die Schule wechseln, würden alternative Plätze in katholischen Kindertageseinrichtungen angeboten. Es werde die Möglichkeit geben, "in diesen Einrichtungen zu hospitieren und eine Wunsch-Kita zu benennen".

Alle Kitas nach Kriterien bewertet

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten die Möglichkeit, in andere katholische Kitas in Stuttgart zu wechseln. Ziel sei eine adäquate Weiterbeschäftigung. Man sei auch im Gespräch mit der Stadt, um zu klären, ob diese einzelne oder alle betroffenen Einrichtungen in ihre Trägerschaft übernehme.

Vor der jetzigen Entscheidung wurden alle katholischen Kitas anhand eines Kriterienkatalogs geprüft – nach baulichem Zustand, Auslastung, der Nachfrage nach Betreuungsplätzen im jeweiligen Stadtteil, der Personalsituation, den Betriebskosten und dem Investitionsbedarf.

Stadt reduziert Förderquote

"Die Herausforderungen für die Kirche sind in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen", sagte Hermes mit Blick auf den Konsolidierungsprozess. Er wies darauf hin, dass beispielsweise die Stuttgarter Kirchengemeinden ihren Gebäudebestand in den nächsten Jahren um mindestens 30 Prozent reduzieren müssten.

Überdies habe die Stadt ihre Förderquote um 2,5 Prozent reduziert. "Dadurch hat sich unser Eigenanteil für Personal- und Sachkosten in den Kitas verdoppelt", sagte der Stadtdekan. Für den Nachmittag ist für alle Kita-Mitarbeitenden eine Online-Informationsveranstaltung angesetzt worden.

Betroffene Einrichtungen

Von der Schließung betroffen sind laut katholischem Stadtdekanat folgende Einrichtungen:

  • Das Kinder- und Familienzentrum Pfiffikus in Botnang (geplante Schließung Ende August 2027).
  • Die Kitas Abraxas im Westen, Johannesbären und Stäffelesflitzer in Untertürkheim, Pusteblume in Sillenbuch, das Kinder- und Familienzentrum Im Seelberg in Bad Cannstatt, die Kita St. Ottilia in Münster, die Kita Bruder Klaus im Stuttgarter Osten und der Kindergarten Dreifaltigkeit in Zuffenhausen (Schließung Ende August 2028).
  • Die Kitas Zur Heiligen Familie in Vaihingen, St. Monika in Feuerbach, das Kinder- und Familienzentrum St. Franziskus in Stuttgart-Nord sowie die Kita St. Theresia in Weilimdorf (Schließung Ende August 2029).
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