Kann Phantomias das Aachener Armreliquiar retten?
Das Armreliquiar Karls des Großen ist aus dem Aachener Dom gestohlen worden und nur der Entenhausener Superheld Phantomias kann es retten. Doch wird sich Donald Ducks Alter Ego gegen den Schurken Dr. Dark durchsetzen? In der am Freitag erscheinenden Ausgabe des Micky-Maus-Magazins mit der Nummer 29 kann der Ausgang dieses Comic-Abenteuers, das in Aachen und im Schwarzwald spielt, nachgelesen werden.
Der Aachener Dompropst Manfred von Holtum ist gespannt auf das neue Heft mit den Geschichten der Walt-Disney-Charaktere. Er hofft, dass viele der 576.000 Kinder im Alter von 6-13 Jahren, die das Micky-Maus-Magazin wöchentlich erreicht, "neugierig werden, den Aachener Dom und seinen Schatz zu erkunden", sagte er katholisch.de.
Die Geschichte des Heftes in Aachen spielen zu lassen, war ein spezielles Geschenk an die zahlreichen jungen Leser, die in der Region rund um die Karlsstadt wohnen, erklärt Christan Fränzel von der Egmont Ehapa Media GmbH gegenüber katholisch.de. Der Comic sei von Diego Bernado aus Barcelona gezeichnet worden und werde auch in anderen europäischen Ländern erscheinen. Nach Fertigstellung der Geschichte habe das Unternehmen das Aachener Domkapitel über den Inhalt informiert, so Fränzel. Dort sei man von der Wahl des Handlungsorts "sehr beeindruckt" gewesen – so sehr, dass das Bistum Aachen nun mehrere Ausgaben des Micky-Maus-Magazins auf Facebook verlost.
Religion spielt im Comic keine Rolle
Der Aachener Dom wird im Comic zwar erwähnt, ist jedoch auf keiner Zeichnung abgebildet. Dafür enthält das Heft detaillierte Zeichnungen des Armreliquiars Karls des Großen. Die vergoldete Silberschmiedearbeit stammt aus dem Jahr 1481 und war im Auftrag des französischen Königs Ludwig XI. in Lyon angefertigt worden. Es enthält die Unterarmknochen des 1165 heiliggesprochenen Frankenkaisers Karls des Großen.
Im Comic sind auch andere Stücke des Aachener Domschatzes zu sehen, wie die berühmte Karlsbüste oder ein mittelalterliches Signalhorn. In der Erzählung sucht der Bösewicht Dr. Dark ein sehr wertvolles und leicht zu transportierendes Objekt für seinen Diebstahl, das sich außerhalb von Entenhausen befindet, erläutert Fränzel. Deshalb wähle er das Armreliquiar aus. Sein religiöser Wert spiele im Comic hingegen keine Rolle. Es bleibt die Frage offen, ob Donald Duck alias Superheld Phantomias dem Aachener Domkapitel sein wertvolles Reliquiar zurückbringen kann. Am Freitag gibt es Gewissheit. (rom)